FC St.Gallen – Görtler: «Titel? Wir sind uns der Situation bewusst»
Am Samstag startet der FC St.Gallen in die Rückrunde der Super League. Captain Lukas Görtler und Trainer Enrico Massen sind guter Dinge.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC St.Gallen gastiert am Samstag (18 Uhr) auf der Winterthurer Schützenwiese.
- Gross vom Titel sprechen will man bei den Espen noch nicht. Aber die Gedanken sind da.
Vor dem Rückrundenstart sieht die Welt beim FC St.Gallen so rosig aus wie lange nicht mehr: Als Tabellenzweiter fehlen nur zwei Punkte auf Leader FC Thun und Trainer Enrico Maassen hat vorzeitig seinen Vertrag verlängert.
Maassen: «Bin mit Leib und Seele dabei»
«Es fühlt sich sehr gut an, den gemeinsamen Weg weiterzugehen», betont Maassen. Er habe das grosse Ziel, den Klub positiv weiterzuentwickeln. «Ich bin wirklich mit Leib und Seele dabei.»
Über das Trainingslager in Spanien sagt Maassen: «Wir haben an verschiedenen Schwerpunkten gearbeitet und ein gutes Testspiel gemacht. Aber wir werden jetzt nicht plötzlich völlig anderen Fussball spielen.»

Den (Titel-)Träumen bei den St.Galler Fans ist sich Enrico Maassen bewusst. Er sagt: «Man muss gross denken, das ist gut. Wichtig ist aber, sich auf die Frage zu konzentrieren: Wie erreiche ich das?»
Görtler spricht über Titel-Ambitionen des FC St.Gallen
Dass bei der guten Ausgangslage auch der Titel ein Thema in der Kabine ist, bestreitet Captain Lukas Görtler nicht: «Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass man das nicht vor Augen hat. Wir sind uns unserer Situation schon bewusst.»

Trotzdem bringe es nichts, zu weit vorauszuschauen. «Wir müssen die Basis auf den Platz bringen und uns so ein gutes Ergebnis verdienen. Um etwas zu erreichen, brauchen wir noch ein zweites gutes Halbjahr. Dann bin ich gespannt, wo es hingeht.»
Görtler: «Ich bin nicht angestellt, um Freunde zu machen»
Der Captain von Grün-Weiss wurde in einer Umfrage als Super-League-Spieler genannt, der am meisten provoziert. Görtler hat das zur Kenntnis genommen und sagt: «Ich bin zum Schluss gekommen, dass das nicht so schlecht ist.»

Der 31-jährige Deutsche stellt klar: «Ich werde dafür bezahlt, alles für meine Farben zu geben. Ich bin nicht angestellt, um mir Freunde zu machen – das kann ich neben dem Platz.» Daher sehe er dieses Umfrage-Ergebnis als Anerkennung.
Der Auftakt in die Rückrunde findet für den FC St.Gallen beim Schlusslicht in Winterthur statt: Um 18 Uhr erfolgt am Samstag der Anpfiff auf der Schützenwiese. Mit einem Sieg könnten die St. Galler gegebenenfalls sogar die Tabellenführung übernehmen.












