FC Basel – SRF-Experte: Magnin als «Bauernopfer»
Experte Huggel sieht Ludovic Magnin beim FC Basel als «Bauernopfer». Das Kader sei nicht richtig zusammengestellt, es fehle an Führungsspielern.

Das Wichtigste in Kürze
- Ludovic Magnin wurde beim FCB entlassen, er sei das «Bauernopfer», sagt Experte Huggel.
- Einige Abgänge im Sommer seien nicht adäquat ersetzt worden.
- Der Mannschaft fehle es an Führungsspielern.
Ein Tag nach dem Spektakel-Sieg gegen den FCZ und vier Tage nach der Blamage in Salzburg ist Ludovic Magnin weg: Der FC Basel entliess den Trainer, neu steht Stephan Lichtsteiner an der Seitenlinie. SRF-Experte Benjamin Huggel sieht den Romand als «Bauernopfer».
Er kann den Trainerwechsel bedingt verstehen: Einerseits seien die Resultate nicht wie vorgestellt gewesen. Andererseits sei das nachvollziehbar. «Denn einige Abgänge im Sommer wurden nicht richtig ersetzt, es braucht Zeit, eine junge Mannschaft zu entwickeln.»
Er kritisiert auch die Zusammenstellung der Mannschaft: «Es gibt zu viele Perspektivspieler und zu wenig, die sich mit dem Team identifizieren.» Es mangle an Führungsspielern, es fehle an Haltung in der Mannschaft.
Das habe man in Salzburg gesehen: Da hätten junge Spieler Dinge auf dem Platz gemacht, bei denen er als erfahrener Spieler komplett ausgerastet wäre. Der Trainer könne da nur bedingt eingreifen: Er könnte die Führungsspieler stärken, «doch von ihnen gibt es nicht viele».

Der Trainer sei dann «immer das Bauernopfer», auch wenn die Mannschaft des FC Basel nicht gut zusammengestellt sei. Für die Verantwortlichen sei die Entlassung des Trainers die «einzige Möglichkeit, während der Saison einzugreifen», erklärt Huggel. Man könne nicht das ganze Kader entlassen oder so schnell einen Transfer tätigen.
Doch weshalb entliess der FC Basel den Trainer genau jetzt, einen Tag nach dem Sieg im Klassiker? Huggel geht davon aus, dass die «extrem wichtigen Spiele der nächsten Wochen» der Grund seien. So spielt der FCB gegen Viktoria Pilsen um das europäische Weiterkommen, anschliessend gegen Leader Thun und im Cup gegen St.Gallen. Die Verantwortlichen erhoffen sich womöglich, mit dem Trainerwechsel das Ruder herumreissen zu können.
Man hätte Magnin aber auch mehr Zeit geben können, sagt Huggel. «Aber wenn intern die Überzeugung fehlt, dass er noch der richtige Trainer sei, um die Ziele zu erreichen, sollte man besser früher als später wechseln.»
















