2000 Bücher der Uni Basler nach Wasserschaden in Gefriertrocknung
Nach dem Wasserschaden vom Dienstag in der Universitätsbibliothek Basel (UB) befinden sich 2000 Bücher bei einer externen Firma für ein Gefriertrocknungsverfahren. Weitere 1000 Bücher weisen nur geringe Nässe auf und werden in den Räumen der Unibibliothek getrocknet.

Die extern behandelten Bücher werden innerhalb der nächsten drei Monate zurückerwartet, wie die Mediensprecherin der UB am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schrieb. Erst dann werde klar, wie viele Bücher bleibende Schäden aufwiesen und ersetzt werden müssten.
Die Schadenssumme ist noch nicht bekannt und hängt vom Aufwand der externen Firma wie auch von allfälligen Ersatzbeschaffungen ab. Die UB ist für solche Fälle versichert, so die Universitätsbibliothek Basel weiter.
Wertvolle historische Bände sind nicht vom Wasserschaden im Freihandmagazin betroffen, wohl aber moderne Literatur aus den Bereichen Nahoststudien, Germanistik und Medienwissenschaften. Ein allfälliger Ersatz von ausländischen und vergriffenen Büchern auf dem antiquarischen Markt könne sehr aufwändig sein, insbesondere für die arabische Literatur, schrieb die UB-Sprecherin weiter. In diesem Bereich gebe es auch noch wenig E-Books.
Der Freihandbereich ist seit Mittwoch wieder geöffnet. Der Spezial- und der Zeitschriftenlesesaal bleiben vorläufig für die Trocknung betroffener Bücher gesperrt.
Die externe Firma Docusave hat die betroffenen Bücher zunächst in ein Tiefkühllager gelegt, um das eingedrungene Wasser zu gefrieren, damit es keinen weiteren Schaden anrichtet. Anschliessend kommt es zu einer sogenannten Vakuumgefriertrockung. Dabei wird das Eis in den Büchern nicht aufgetaut, sondern geht direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über, ohne wieder flüssig zu werden, wie Docusave schreibt.
Grund für den Vorfall war eine undichte Leitung bei Unterhaltsarbeiten auf dem Dach. Das Wasser aus floss über drei Stockwerke ins Freihandmagazin, einem Gebäude aus den 1890er-Jahren. Die UB sieht eine Zwischensanierung des Gebäudes als dringlich an. Eine Gesamtsanierung kann voraussichtlich erst 2035 mit dem Neubau für Sonderbestände auf der Hebelschanze erfolgen.






