Das ist die Premier League

    Antun Boskovic
    Antun Boskovic

    Grossbritannien,

    Die englische Premier League ist die weltweit meistgeschaute Sportliga der Welt. Das heutige Format gibt es seit 1992, die Wurzeln reichen aber bis 1888 zurück.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Premier League im heutigen Format gibt es seit 1992.
    • Sie entstand aus der English Football League, die 1888 gegründet wurde.
    • Englischer Rekordmeister ist Manchester United.

    Von der EFL zur FA Premier League

    Nach einer ereignislosen ersten Halbzeit bringt Alan Smith die Gunners 1:0 in Führung. Dabei bleibt es bis in die Nachspielzeit, als nach einem Konter Michael Thomas alleine vor dem Tor auftaucht und Arsenal zur Meisterschaft schiesst. Die beiden Teams weisen je eine +37-Tordifferenz vor, doch die Gunners haben mehr Treffer erzielt.

    Bereits 1863 wird in London die Football Association (FA) gegründet. Im Jahr 1888 entsteht die English Football League (EFL) – die erste professionelle Fussballliga der Welt .

    Zu Beginn besteht die EFL aus zwölf Teams. Durch das Wachstum und die Erweiterung um tiefere Ligen sind es 1950 bereits 92 Vereine.

    Football Association
    Eine handgeschriebene Fassung der Fussballregeln, die im Auftrag der Football Association 1863 erstellt wurde. - Wikipedia

    1992 kommt es zum grossen Bruch. Die 22 Top-Club entscheiden sich aus finanziellen Gründen zur Gründung einer eigenen Liga – der FA Premier League. Seither ist sie die Topliga des Landes.

    Die EFL gibt es weiterhin. Deren höchste Liga (Championship) ist heute die offiziell zweithöchste Liga im Mutterland des Fussballs.

    Professionalisierung und erste Meisterschaft

    1885 beschliesst die FA die Professionalisierung zuzulassen. Bis dahin machten die einzelnen Teams untereinander ab, ob und wann sie gegeneinander antreten. 1888 ruft der damalige Aston-Villa-Boss, William McGregor, dazu auf, eine geordnete Liga zu gründen.

    In Manchester kommt es zu einem Treffen mit Vertretern anderer Clubs und die EFL wird ins Leben gerufen.

    Preston North End.
    Das Team von Preston North End, das 1888 die erste Meisterschaft in der English Football League gewann. - Wikipedia

    Am 8. September 1888 beginnt die erste Saison mit zwölf Teams: Gegen jeden Verein wird zweimal gespielt.

    Preston North End kürt sich dabei ungeschlagen nicht nur zum ersten englischen Meister, sondern holt sich auch den FA Cup. In den folgenden Jahren dominieren in der EFL Aston Villa und Sunderland.

    Unterklassige Ligen, Aufstockung und ein neuer Cup

    Noch vor Ende des 19. Jahrhunderts wird eine zweite Liga gegründet. Wenig später werden die beiden Ligen auf je 20 Teams aufgestockt.

    Bis zum Ersten Weltkrieg teilen die Clubs aus dem Norden die Titel unter sich auf. Erst 1931 sollte Arsenal als erster Verein aus dem Süden die Meisterschaft holen.

    Ein Fussball.
    Der Fussball, der 1888 im FA-Cup-Final zum Einsatz kam. - Keystone

    In den Zwischenkriegsjahren expandiert die EFL weiter: Zwei dritte Ligen werden ins Leben gerufen, aufgeteilt nach Norden und Süden. Als erstes Team holt sich Huddersfield drei Meisterschaften (1923 bis 1926) in Folge.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg vergrössert sich die EFL weiter: Aus den beiden Drittligen werden eine dritte und vierte. Zudem wird ein neuer Cup eingeführt, bei dem alle EFL-Teams zugelassen sind.

    Regeländerungen

    Die EFL ist auch als Vorreiter bei Einführungen neuer Regeln bekannt, die heute als selbstverständlich gelten. 1925 wird zum Beispiel die Offside-Regel geändert: Diese gilt nun erst ab den zwei hintersten Gegenspielern (vorher drei).

    Ab 1939 werden die Trikots mit Nummern ausgestattet. Zudem kommen seit den 50er Jahren weisse Bälle zum Einsatz und 1956 findet die erste Flutlichtpartie statt. Im Jahr 1965 dürfen die Teams erstmals eine Ein- und Auswechslung pro Spiel tätigen.

    Busby Babes und «Munich Air Disaster»

    1945 engagiert Manchester United Matt Busby als Trainer. Zudem übernimmt er die Kontrolle über Spielertransfers. Er führt das Team 1952 zum ersten Titel in 41 Jahren.

    Manchester United.
    Die Spieler von Manchester United vor dem Spiel gegen Roter Stern Belgrad am 5. Februar 1958, einen Tag vor dem Flugzeugabsturz. - Keystone

    Mitte der 50er Jahre gewinnt ManUtd zwei Meistertitel in Serie mit einem Team, das durchschnittlich 22 Jahre alt ist. Deswegen erhält die Mannschaft von einer lokalen Zeitung den Übernamen «Busby Babes».

    Am 6. Februar 1958 reist ManUtd von einem Europa-Cup-Spiel in Belgrad zurück nach England, als das Flugzeug in München zum Tanken zwischenlanden muss.

    Beim erneuten Start kommt es zu einem verheerenden Unfall. Dabei kommen acht Spieler und 15 weitere Personen ums Leben. Viele andere erleiden schwere Verletzungen.

    Als sich Busby von seinen Verletzungen erholt, muss er das Team quasi von Grund auf neu aufbauen. Das gelingt ihm auch: 1965 und 1967 holt sich United erneut die Meisterschaft und 1968 sogar den Europapokal der Landesmeister (Vorgänger der Champions League).

    Manchester United
    Matt Busby (M.) mit seinen Spielern Pat Crerand (l.) sowie George Best (r.) und der Trophäe des Europacups der Landesmeister. - Keystone

    Die goldene Zeit der Spurs

    Der 1882 gegründete Londoner Verein Tottenham Hotspur gewinnt 1951 zum ersten Mal die Meisterschaft. Doch die goldene Zeit sollte rund zehn Jahre später folgen. Bill Nicholson übernimmt die Spurs 1958 und führt sie in den 60ern in drei Saisons in Folge zu Titeln.

    Zunächst gewinnt Tottenham als erstes englisches Team im 20. Jahrhundert 1961 das Double. Eine Saison später verteidigen die Londoner den FA Cup.

    1963 holt Nicholson den damaligen Cup der Cupsieger dank einem 5:1-Finalsieg gegen Atlético Madrid. Es ist die erste Trophäe in einem europäischen Cup für einen britischen Verein überhaupt.

    Tottenham Hotspur.
    Die Spieler der Tottenham Hotspur feiern 1963 den Sieg im Europacup der Cupsieger. - Wikipedia

    Bis in die frühen 70er gehören die Spurs zu den besten Teams in der englischen Liga. Unter Nicholson gewinnt Tottenham noch einmal den FA Cup, einmal den Uefa Cup und zweimal den Ligacup.

    Weitere Regeländerungen und Neuerungen

    Der angesprochene Ligacup wird seit der Saison 1960/61 ausgetragen, erster Sieger ist Aston Villa. In den 70er Jahren folgen weitere wichtige Änderungen im Ligabetrieb. 1974 findet erstmals ein Sonntagsspiel statt.

    Trophäe des EFL Ligacups.
    Die aktuelle Trophäe des EFL Ligacups. - Wikipedia

    Entscheidender ist die Einführung der Gewichtung der Tordifferenz. Seit der Saison 1976/77 entscheidet bei Punktgleichheit die Tordifferenz.

    Vorher war es die Anzahl erzielter Treffer geteilt durch die Anzahl kassierter Tore. Bei gleicher Tordifferenz wird der Club begünstigt, der mehr Treffer erzielt hat.

    Dadurch wollen die Liga-Vertreter den Offensiv-Fussball fördern. Das Gleiche gilt auch für die Einführung der Drei-Punkte-Regel. Seit 1981 wird ein Sieg mit drei statt mit zwei Punkten belohnt.

    Liverpools Dominanz in den 70er und 80er Jahren

    Bill Shankly übernimmt Ende der 50er Jahre Liverpool und holt bereits in den 60er Jahren zweimal die Meisterschaft. Mit seinem dritten Titelgewinn 1973 zementiert er sich seinen Kultstatus und läutet eine Ära der Dominanz für Liverpool ein.

    Unter seinen Nachfolgern Bob Paisley, Joe Fagan und Kenny Dalglish holen die Reds von 1976 bis 1990 zehn Mal die Meisterschaft.

    Bill Shankly
    Bill Shanklys Statue steht seit 1997 vor der Kop an der Anfield Road in Liverpool. Der Schotte führte die Reds unter anderem zu drei Ligatitel. - Keystone

    Auch auf internationaler Bühne macht sich Liverpool in den 70er und 80er Jahren einen Namen.

    Neben zwei Uefa-Cup-Siegen gewinnen die Reds von 1977 bis 1984 viermal den Europacup der Landesmeister. Auch 1985 steht Liverpool wieder im Final, doch dort kommt es zu einem Hooligan-Desaster.

    Hooligan-Probleme

    Ursprünge des Hooliganismus im britischen Fussball gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Spätestens seit den 60er Jahren ist weltweit bekannt, dass das Vereinigte Königreich ein regelrechtes Hooligan-Problem hat.

    In den 70ern entwickeln sich gut organisierte «Hooligan-Firmen». Beinahe zu jedem Club entsteht mindestens eine solche «Firma».

    Parallel dazu entwickelt sich auch ein Rassismus-Problem. Ziel der rassistischen Angriffe sind dunkelhäutige Spieler, die erst in den 70ern so richtig Fuss in der Liga fassen.

    Affengeräusche und Bananenwürfe sind keine Ausnahmeerscheinungen. Im Zusammenhang mit dem Hooligan-Problem und dem wirtschaftlichen Rückgang nimmt der Zuschauerschnitt deutlich ab.

    Chaos im Heysel und internationaler Ausschluss

    Das Ganze kulminiert 1985 in der sogenannten Katastrophe von Heysel. Vor dem Final im Cup der Landesmeister im belgischen Heysel-Stadion zwischen Liverpool und Juve kommt es zu einer Tragödie.

    Katastrophe im Heysel.
    Anhänger von Liverpool legen sich am 29. Mai 1985 im Heysel-Stadion mit der belgischen Polizei an. - Keystone

    Die Fans der Engländer durchbrechen einen Absperr-Zaun zu den Juve-Fans. Die italienischen Anhänger flüchten panikartig gegen eine Mauer, die schliesslich einstürzt.

    39 Menschen kommen dabei ums Leben. Die Partie findet mit rund 90 Minuten Verspätung dennoch statt.

    Liverpool verliert und als Konsequenz der Ausschreitungen werden englische Mannschaften für unbestimmte Zeit aus den internationalen Wettbewerben verbannt.

    Erst fünf Jahre später dürfen englische Clubs wieder teilnehmen, Liverpool muss sogar ein Jahr länger darauf warten.

    Hillsborough Disaster

    Nur vier Jahre nach der Heysel-Katastrophe führt Kenny Dalglish die Reds als Spieler-Trainer in den Halbfinal des FA Cups. Dort trifft Liverpool im Hillsborough-Stadion auf Nottingham.

    Das Spiel wird nach sechs Minuten abgebrochen, da zu viele Menschen in einen Sektor gelangt sind.

    Erneut sterben bei einem Liverpool-Spiel Menschen – sie werden zerquetscht: 96 Personen kommen ums Leben. Das als Hillsborough Disaster in die Geschichte eingegangene Ereignis gilt als das wohl traurigste Kapitel des englischen Fussballs. Eine der Folgen davon: Stehplätze müssen aus englischen Stadien verschwinden.

    Hillsborough Stadium
    Liverpool-Fans gedenken an der Anfield Road den Opfern der Katastrophe im Hillsborough Stadium. - Keystone

    Die spannendste Meisterschaft aller Zeiten

    Wegen der Katastrophe geht oftmals das spannende Meisterschaftsrennen aus der selben Saison vergessen. Nur wenige Wochen nach Hillsborough führt Liverpool eine Runde vor Schluss mit drei Punkten Vorsprung vor Arsenal. Beim letzten Spiel kommt es ausgerechnet zur Direktbegegnung.

    Die Reds können sich sogar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied erlauben und spielen zu Hause. Arsenal hat 15 Jahre lang nicht mehr an der Anfield Road gewonnen. Alles deutet also auf einen Erfolg Liverpools hin.

    Die wichtigsten Szenen aus dem Herzschlagfinal zwischen Liverpool und Arsenal 1989.

    Sir Alex Ferguson und die Dominanz Uniteds

    1986 übernimmt der damals 44-jährige Alex Ferguson Manchester United. Der Schotte führt den Traditionsverein schon in seiner vierten Saison zu einem europäischen Titel.

    Bereits 1993 macht er sich unsterblich und führt ManUtd zum ersten Meistertitel seit 1967.

    Danach folgt eine Dominanz der Red Devils, welche stark an jene Liverpools aus den 80er und 90er Jahren erinnert.

    Bis zu seinem Rücktritt 2013 folgen unter anderem 13 Meistertitel, vier FA-Cup-Triumphe und zwei Champions-League-Siege, darunter ein Triple und zwei Double.

    Unvergessen bleibt der Champions-League-Sieg über die Bayern 1999, als Fergusons Team in der Nachspielzeit aus einem 0:1 noch ein 2:1 macht. Spieler wie Ryan Giggs, Paul Scholes oder Roy Keane prägen die Premier League unter seiner Führung wie kaum andere Akteure.

    Manchester United
    Alex Ferguson feiert mit seinen Spielern Manchester Uniteds Champions-League-Titel nach dem spektakulären Sieg gegen Bayern 1999. - Keystone

    Shearer, der Triumph Blackburns und Cantonas Kung-Fu-Tritt

    Zu Beginn der 90er Jahre macht ein junger Stürmer namens Alan Shearer auf sich aufmerksam. 1992, im ersten Jahr der neu gegründeten Premier League, wechselt er für die damalige Rekordsumme von 3,6 Millionen Pfund von Southampton zu Blackburn.

    Dort startet er richtig durch und erzielt in vier Jahren in 138 Spielen 112 Tore.

    In seiner vierten Saison gelingen ihm zusammen mit Sturmpartner Chris Sutton über 50 Liga-Tore. Damit führen sie die Blackburn Rovers zum ersten Titel nach 81 Jahren.

    Die Saison wird von einem anderen Ereignis überschattet. Bei einem Auswärtsspiel mit United bei Crystal Palace rastet Eric Cantona komplett aus. Als ihn ein Palace-Fan beleidigt, springt er über die Bande und greift diesen mit einem Kung-Fu-Tritt an. Der Franzose wird daraufhin für acht Monate gesperrt.

    Eric Cantona spricht über seinen Kung-Fu-Kick

    Shearer wiederum wechselt Ende Saison zu seinem Heimatclub Newcastle United. Bis zum Ende seiner Karriere erzielt der englische Nationalstürmer insgesamt 283 Tore in der höchsten englischen Liga. Das ist Rekord in der Premier League und der fünftbeste Wert in der Geschichte der höchsten englischen Spielklasse.

    Alan Shearer.
    Die Statue von Alan Shearer vor dem St. James' Park in Newcastle. - Wikipedia

    Die Ära Wenger

    Als ManUtd unter Ferguson gerade seinen zweiten Frühling erlebt, engagiert Arsenal 1996 Arsène Wenger. Der Franzose krempelt den Trainingsalltag der Londoner komplett um und führt einen Offensivfussball ein.

    Damit sollte er Arsenal und die Premier League zwanzig Jahre lang prägen. In seinen ersten zehn Jahren gewinnt Wenger dreimal die Meisterschaft und viermal den FA Cup, davon einmal das Double.

    Unvergessen bleibt die Saison 2003/04 als Arsenal in den 38 Meisterschaftsspielen ohne Niederlage bleibt. Eine Errungenschaft, die einmalig in der Geschichte der Premier League ist.

    Der einzige englische Verein, der das erreicht hat, ist Preston North End. Der Club beendete die Spielzeit 1888/89 im Cup und in der Liga (27 Spiele) ohne Niederlage.

    Arsène Wenger Bayern München
    Arsène Wenger verabschiedet sich am Ende der Saison 2018 von den Arsenal-Fans. Wird er künftig beim FC Bayern München an der Seitenlinie stehen? - Keystone

    Den Meistertitel holt Arsenal nach der legendären Saison nicht mehr. Nach neun titellosen Jahren holen die Londoner unter dem Franzosen noch dreimal den FA Cup.

    Jahrelang steht die Premier League im Zeichen der Rivalität zwischen Wengers Arsenal und Fergusons United.

    Roman Abramowitsch und «the Special One»

    Im Sommer 2003 kauft der Milliardär Roman Abramowitsch den FC Chelsea auf. Der Russe will sich den Erfolg «erkaufen» und die Marke Chelsea auf Augenhöhe mit ManUtd oder Real Madrid bringen. Gleich nach der Übernahme werden über 100 Millionen Pfund in neue Spieler investiert.

    Roman Abramowitsch.
    Roman Abramowitsch ist seit 2003 im Besitz des FC Chelsea. - Keystone

    Aber erst mit der Anstellung José Mourinhos beginnen sich die Investitionen auszuzahlen. Bei seinem Antritt präsentiert sich der Portugiese in seiner unnachahmlichen Art.

    «Please don't call me arrogant, but I'm European champion and I think I'm a special one (Bitte nennt mich nicht arrogant, aber ich bin Champions-League-Sieger und denke, dass ich speziell bin).»

    Seither nennen ihn die britischen Medien nur noch «The Special One». Mourinho lässt aber seinen Worten Taten folgen und gewinnt die Meisterschaft gleich zweimal in Folge.

    Seither gehört Chelsea jeweils zum Favoritenkreis der Premier League. Unter Abramowitsch holt sich Chelsea acht Ligatitel und fünfmal die Meisterschaft.

    Manchester City dank neuem Geldgeber

    Eine ähnliche Entwicklung erlebt Manchester City, als der Club 2008 von der Abu Dhabi United Group übernommen wird. Der neue Investor buttert jede Menge Geld in den Kader und in die Trainer. Das zahlt sich 2011 erstmals richtig aus, als City den FA Cup gewinnt.

    Manchester City
    Die Fans von Manchester City stürmen nach dem Gewinn der Meisterschaft 2012 den Platz. - Wikipedia

    Ein Jahr später folgt der erste Meistertitel nach 44 Jahren. Insgesamt haben die Citizens seit der Abu-Dhabi-Übernahme einmal den FA Cup, viermal den Ligacup und dreimal die Meisterschaft gewonnen. City gehört mittlerweile zu den englischen Top-Clubs.

    Das Wunder von Leicester City

    Zu dem Zeitpunkt, als sich die beiden neureichen Vereine etabliert haben, scheint ein Meistertitel eigentlich nur für sechs Teams im Bereich des Möglichen: Arsenal, Chelsea, Liverpool, ManCity, ManUtd und Tottenham. Umso schöner ist das Märchen, das sich in der Saison 2015/16 abspielt.

    Leicester City engagiert zu Beginn der Saison Claudio Ranieri als neuen Trainer. Das Team, angeführt von Stürmer Jamie Vardy, erklimmt an Weihnachten erstmals die Tabellenspitze.

    Rund ein Jahr zuvor war Leicester noch Tabellenletzter. Am 2. Mai 2016 sichert sich Ranieris Mannschaft den ersten Meistertitel in der Clubgeschichte.

    Leicester City
    Spieler und Staff von Leicester City feiern 2016 die Meisterschaft. - Wikipedia

    Irrsinnige TV-Gelder

    Die TV-Rechte der Premier League haben es in sich. Die Rechteinhaber Sky Sports und BT Sport zahlen für den Zeitraum zwischen 2016 und 2019 durchschnittlich 2,3 Milliarden Euro pro Saison. Selbst die schlechtesten Teams kassieren einen gehörigen Anteil des TV-Geldkuchens.

    Schweizer in der Premier League 2018/19

    Insgesamt stehen in der laufenden Saison fünf Schweizer in der Premier League im Einsatz. Das sind: Stephan Lichtsteiner, Granit Xhaka (Arsenal), Florent Hadergjonaj (Huddersfield), Xherdan Shaqiri (Liverpool) und Fabian Schär (Newcastle). Zudem spielt mit Eldin Jakupovic (Leicester) ein schweizerisch-bosnischer Doppelbürger in der höchsten englischen Liga.

    Die wichtigsten Vereine der Premier League

    Die wichtigsten Stadien in der Premier League

    Erfolgreichste Schweizer der Premier League

    • Meiste Tore: Xherdan Shaqiri 21 Tore, Ramon Vega 7 Tore
    • Meiste Assists: Xherdan Shaqiri 17 Assists, Granit Xhaka 10 Assists
    • Meiste Spiele: Stéphane Henchoz 243 Einsätze, Philippe Senderos 131 Einsätze

    Schweizer Trainer

    • Christian Gross (Tottenham Hotspur)

    Christian Gross
    Christian Gross bei seiner Präsentation als Tottenham-Trainer. - Keystone

    Zahlen und Rekorde (seit 1888)

    • Meiste Titel: Rekordmeister: Manchester United (20), gefolgt von Liverpool (18) und Arsenal (13)

    • Höchster Sieg: West Bromwich Albion gegen Darwen 12:0 (4. April 1892) und Nottingham Forest gegen Leicester Fosse 12:0 (21. April 1909)

    Rekord-Torschützen (seit 1888)

    • Jimmy Greaves (Chelsea, Tottenham und West Ham) 357
    • Steve Bloomer ( Derby County, Middlesborough) 314
    • Dixie Dean (Everton) 310
    • Gordon Hodgson (Liverpool, Aston Villa, Leeds) 287
    • Alan Shearer (Southampton, Blackburn, Newcastle) 283

    Dixie Dean
    Dixie Dean im Dress von Everton. - Wikipedia

    Rekord-Verkäufe

    • Philippe Coutinho (Liverpool zu Barcelona, 2018): 135 Millionen Euro
    • Gareth Bale (Tottenham zu Real Madrid, 2013): 101 Millionen Euro
    • Cristiano Ronaldo (Manchester United zu Real Madrid, 2018): 94 Millionen Euro

    Rekord-Einkäufe

    • Paul Pogba (Juventus Turin zu Manchester United, 2016): 105 Millionen Euro
    • Romelu Lukaku (Everton zu Manchester United, 2017): 84,7 Millionen Euro
    • Kepa (Athlétic Bilbao zu Chelsea, 2018): 80 Millionen Euro

    Premier League Paul Pogba
    Paul Pogbas Transfer zu Manchester United war der teuerste, den je ein Club der Premier League getätigt hat. - dpa

    Durchschnittliche Zuschauerzahlen 18/19

    • Manchester United 74'503
    • Arsenal 59'894
    • West Ham United 57'902

    Höchste Marktwerte Spieler

    Laut «transfermarkt.de»:

    • Kevin De Bruyne (Manchester City) 150 Millionen Euro
    • Eden Hazard (Chelsea) 150 Millionen Euro
    • Harry Kane (Tottenham) 150 Millionen Euro
    • Mohamed Salah (Liverpool) 150 Millionen Euro
    • Raheem Sterling (Manchester City) 120 Millionen Euro

    Harry Kane
    Harry Kane gehört laut «transfermarkt.de» zu den wertvollsten Spielern der Premier League. - AP

    Höchste Marktwerte Teams

    Laut «transfermarkt.de»:

    • Manchester City (1,14 Milliarden Euro)
    • Liverpool (950,5 Millionen Euro)
    • Chelsea (885,75 Millionen Euro)
    • Tottenham (835,5 Millionen Euro)
    • Manchester United (796 Millionen Euro)

    Rekordspieler in Englands höchster Liga (seit 1888)

    • Peter Shilton (fünf verschiedene Vereine) 849 Spiele
    • John Hollins (Chelsea, Arsenal, QPR) 714 Spiele
    • Ray Clemence (Liverpool, Tottenham) 710 Spiele
    • Pat Jennings (Tottenham, Arsenal) 709 Spiele
    • Martin Peters (Tottenham, West Ham, Norwich) 688 Spiele
    • Ryan Giggs (Manchester United) 672 Spiele

    Peter Shilton
    Nottinghams Goalie Peter Shilton kann bei einem GC-Penalty 1979 dem Ball nur noch hinterher schauen. - Keystone

    Meiste Saisons in der höchsten Spielklasse

    • Everton (116 Saisons)

    Meiste Saisons in der höchsten Liga am Stück

    • Arsenal (92 Saisons seit 1919 bis heute)

    Am meisten Tore in einer Saison

    • Dixie Dean (60 Tore in 39 Spielen für Everton in der Saison 1927/28)

    Stanley Matthews
    Stanley Matthews beim Gewinn des FA Cups 1953 mit Blackpool. - Wikipedia

    Ältester Spieler in Englands höchster Liga (seit 1888)

    • Sir Stanley Matthews (50 Jahre und 5 Tage alt)

    Jüngster Spieler

    • Matthew Briggs (16 Jahre und 65 Tage alt)

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