Alisha Lehmann über YB-Vertrag: «Einfach versucht, zu überleben»
Die verletzte Nationalspielerin Alisha Lehmann blickt auf ihre Fussball-Anfänge und einen Mini-Lohn bei YB zurück. Sie sagt: «Es war egal, ob ich reich werde.»

Das Wichtigste in Kürze
- Alisha Lehmann fehlt der Nati verletzt und musste mit Leicester den Abstieg hinnehmen.
- Jetzt erzählt die Bernerin von ihrem ersten Vertrag bei YB – mit 1500 Franken Monatslohn.
- Die 27-Jährige blickt zurück: «Wenn du etwas so liebst, ist dir das Geld egal.»
Die Saison endet für Alisha Lehmann auf die bitterste Art und Weise: Mit Leicester steigt sie aus der Women's Super League ab. Die «Foxes» verlieren in der Barrage gegen Charlton im Penaltyschiessen – Lehmann muss verletzt zuschauen.
Auch den nächsten Nati-Zusammenzug verpasst die 27-Jährige. Dafür hat sie Zeit für ein Gespräch mit dem britischen Magazin «Players». Dort erzählt die in Tägertschi BE aufgewachsene Fussballspielerin von ihren Anfängen.

Schon früh sei sie immer mit dem Velo zum Training gefahren: «Wir waren vier Kinder und meine Mutter mochte Fussball nicht besonders. Also musste ich selber schauen.» Fussball sei für sie schon damals das Wichtigste gewesen – «Es war wie eine Sucht».
Alisha Lehmann: «War mir egal, ob ich reich werde»
Bei den YB-Frauen schaffte sie später den Durchbruch auf höchster Stufe. Lehmann erzählt: «Mit meinem ersten Vertrag habe ich ungefähr 1500 Franken im Monat verdient. Ich habe einfach versucht, irgendwie zu überleben.»

Sie habe schnell gemerkt, dass ihre Zukunft ausserhalb der Schweiz liegen würde. Trotzdem stellt Alisha Lehmann klar: «Wenn du etwas so liebst, ist dir das Geld egal. Es war mir egal, ob ich irgendwann reich sein werde.»
Aber seit ihrem Wechsel nach England 2018 wurden die Verträge immer besser – auch weil der Frauenfussball populärer wurde. «Wir spielen jetzt in Stadien wie die Männer und die Löhne sind deutlich höher», sagt Lehmann.
Lehmann: «Leute sehen nicht, wie viel ich investiere»
Dazu kommen bei der Instagram-Berühmtheit mit über 15 Millionen Followern mittlerweile lukrative Werbedeals. Die Kritik an ihrer Social-Media-Präsenz kann sie nicht verstehen: «Die Leute sehen nicht, wie viel Arbeit ich investiere.»

Sie präsentiere sich gerne in schönen Outfits und mache sich chic. Aber die Bernerin hält fest: «Auf dem Platz will ich einfach nur meine Leistung bringen. Ich will Tore erzielen und darauf liegt mein ganzer Fokus.»












