Alisha Lehmann: «Fragte Mama, ob ich mit Fussball aufhören könne»
Alisha Lehmann setzt ihre Karriere in Leicester fort – und trifft dort erstmals. In einem Interview erklärt sie aber, dass sie auch schon ans Aufhören dachte.

Das Wichtigste in Kürze
- Nati-Stürmerin Alisha Lehmann verrät, dass sie schon an ein Karriere-Ende dachte.
- Sie hatte als jüngere Spielerin Mühe mit der Kritik an ihrem Aussehen und ihrem Make-Up.
- Lehmann betont: «Fussball ist meine grösste Leidenschaft.»
Am vergangenen Wochenende darf Alisha Lehmann erstmals für ihren neuen Club jubeln: Die Nati-Stürmerin trifft für Leicester bei der 1:2-Niederlage gegen Aston Villa zur Führung.
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Für Lehmann war es eine Rückkehr nach England. Anfang der laufenden Saison wechselte sie bereits von Juventus zu Como. Jetzt läuft sie für das Tabellenschlusslicht der englischen Liga auf. Auf der Insel spielte die Bernerin bereits für Aston Villa, Everton und West Ham.

Zu dieser Zeit wird sie auch auf Social Media zum Star: Auf Instagram folgen ihr über 15 Millionen User. Bei der «BBC» spricht Alisha Lehmann jetzt aber auch über die Schattenseiten ihrer Berühmtheit.
«Fragte meine Mutter, ob ich mit Fussball aufhören könne»
Dazu gehört die Kritik an ihrem Aussehen und ihrem Make-up. «Als ich jünger war, hat mich das alles noch mehr beeinträchtigt», so Lehmann.
«Weil ich nicht wusste, wie ich mit der Situation umgehen soll. Es gab Momente, da war ich richtig traurig und fragte meine Mutter, ob ich mit dem Fussball aufhören könne.»

So weit ist es nicht gekommen. Lehmann erklärt: «Fussball ist meine grösste Leidenschaft und das, wofür ich die meiste Zeit investiert habe. Ich sorge für ausreichend Erholung, schlafe jeden Nachmittag.»

Zudem betont die Schweizer Nationalspielerin: «Ich würde vor dem Training oder einem Spiel niemals etwas tun, was meine Leistung beeinträchtigen könnte. Es bedeutet mir unglaublich viel.»
Alisha Lehmann: «Ich bin sehr professionell»
Dass viele Menschen nicht realisieren, wie viel sie in den Sport investiert, geht der 27-Jährigen an die Nieren.
«Manchmal ist es frustrierend. Die Leute sehen nicht, wie viel Arbeit ich investiere. Sie denken, ich trainiere nur und gehe dann nach Hause, um TikToks zu machen. Das stimmt nicht – ich bin sehr professionell.»
Trotzdem hat sich die Bernerin damit abgefunden: «Aber jetzt geht es mir gut. Ich liebe mein Leben und die Menschen um mich herum und lasse mich davon nicht beeinflussen.»

Für die Nati-Stürmerin und Leicester geht es in der Liga am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Brighton weiter (16 Uhr).












