WM 2030 mit nächster Expansion: Sechs Gastgeber und 64 Teams?
Nach der WM 2026 ist vor der WM 2030: Die nächste Endrunde ist nur vier Jahre entfernt – und soll gleich wieder die nächsten Grössen-Rekorde aufstellen.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach der WM 2026 richtet sich der Blick schon auf die nächste Endrunde in vier Jahren.
- 2030 findet die WM auf drei Kontinenten statt – und voraussichtlich mit 64 Teams.
- Die Gastgeber sind fix qualifiziert, auf die Schweizer Nati wartet ein neuer Quali-Modus.
- Es winkt die längste WM-Endrunde aller Zeiten - mit insgesamt 128 Spielen?
Die WM 2026 ist Geschichte, die WM 2030 steht vor der Tür. Für die FIFA wird es ein ganz besonderes Turnier, schliesslich feiert die Weltmeisterschaft ihr 100-jähriges Bestehen.
Und FIFA-Präsident Gianni Infantino wird aller Voraussicht nach erneut als Weltverbands-Boss auftreten. Der Schweizer stellt sich 2027 der Wiederwahl, Gegenkandidaten gibt es nicht.

Und offenbar erfüllt sich Infantino an der nächsten Endrunde in vier Jahren auch gleich den nächsten Herzenswunsch: Die WM 2026 war mit 48 Teilnehmern die bislang grösste, hält diesen Rekord aber wohl nicht lange. Denn die Aufstockung auf 64 Teilnehmer scheint bereits beschlossene Sache zu sein.
Das liess zumindest CONMEBOL-Präsident Alejandro Dominguez am Montag nach dem WM-Final durchblicken. «Die nächste WM wird zuhause gespielt», schreibt der Südamerika-Verbandsboss auf Twitter. «2030 kommt die WM nach Uruguay, Argentinien und Paraguay. Eine grosse Chance für den Fussball, das Jubiläum mit 64 Teams zu feiern!»
WM 2030 auf drei Kontinenten – wegen Saudi-Arabien?
Insgesamt wird die nächste Endrunde in 17 Städten auf drei Kontinenten ausgetragen. Haupt-Gastgeber sind Marokko, Portugal und der neue Weltmeister Spanien. In Uruguay, Argentinien und Paraguay wird jeweils eine Partie ausgetragen. Alle sechs Gastgeber-Nationen sind bereits fix für das Turnier qualifiziert.

Ein geschickter Schachzug der FIFA für die übernächste Weltmeisterschaft: Die Regularien des Weltverbands schreiben vor, dass sich Gastgeber-Konföderationen für die nächsten WM-Endrunden nicht bewerben dürfen.
Nordamerika war Gastgeber der WM 2026, in vier Jahren sind es Afrika, Europa und Südamerika. Damit war die Tür sperrangelweit offen für Saudi-Arabien, das ohne Gegenkandidat den Zuschlag für 2034 erhielt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...

Neue WM-Qualifikation für die Schweizer Nati
Dramatisch umgestellt wurde auch das Qualifikations-Format der UEFA. Künftig orientiert sich die WM-Quali an den neuen Modellen der Champions League und der Nations League. Die 36 Top-Nationen aus der Nations League 2028/29 werden in drei Gruppen zu je zwölf Teams aufgeteilt. Die verbleibenden 18 Teams bilden in drei Sechser-Gruppen die «Liga 2».
In diesen Gruppen spielt dann jedes Team sechs Spiele gegen sechs verschiedene Gegner – wie in der Champions League. Daraus ergibt sich dann eine Gesamttabelle für die jeweiligen Gruppen. Fix für die WM 2030 qualifiziert sind nur die Gruppensieger der «Liga 1». Die restlichen Tickets werden über Playoffs vergeben.

Für die Schweizer Nati heisst das, dass man spätestens 2028/29 zurück in die Liga A der Nations League möchte. Denn die (zukünftig) 18 Teams der Top-Liga sollen möglichst gleichmässig auf die drei Quali-Gruppen verteilt werden. Damit könnte die Nati zumindest einigen der härtesten Losen aus dem Weg gehen.
Wie würde eine WM mit 64 Teams aussehen?
Ein grosses Fragezeichen steht noch hinter dem Modus für die nächste Endrunde. Sollte es wider Erwarten bei 48 Teilnehmern bleiben, dürfte die WM 2030 weitgehend gleich bleiben wie dieses Jahr. Allerdings steht im Raum, die Regelung für das Weiterkommen der Gruppendritten zu überarbeiten.
Mit den geplanten 64 Teams würde das Turnier aber nochmals deutlich anwachsen. Die WM 2030 müsste mit 16 Gruppen zu je vier Teams ausgetragen werden – Dreier-Gruppen sind nicht möglich. Damit gäbe es 96 Gruppenspiele (!) statt 72 wie bei der Endrunde 2026, insgesamt würden mit der KO-Phase ganze 128 Spiele ausgetragen.

Die gerade abgeschlossene WM dauerte fünf Wochen – 16 Tage nahm allein die Gruppenphase in Anspruch. Im Schnitt wurden pro Tag 4,5 Gruppenspiele durchgeführt. Behält die FIFA diesen Schnitt auch bei 64 Teams bei, dauert die Gruppenphase drei Wochen. Dann winkt 2030 eine sechswöchige WM-Endrunde ...












