Sexismus

    Sexismus! Radio-Moderator nach «Nagel in Penis»-Spruch gefeuert

    Pascal Moser
    Pascal Moser

    Australien,

    Ein australischer Radio-Moderator hat nach einem sexistischen Ausfall seinen Job verloren. Er äusserte sich abfällig über den Frauenfussball.

    Steph Catley
    Die Australierin Steph Catley (links) im Duell mit US-Verteidigerin Michelle Cooper. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Australiens Frauen-Nati traf beim SheBelieves Cup auf Japan und die USA.
    • Dabei kam es während einer Livesendung zu einem Sexismus-Eklat.
    • Radio-Moderator Marty Sheargold (53) wurde daraufhin entlassen.

    Marty Sheargold ist seinen Job als Moderator beim australischen Radio-Sender «Triple M» los. Der 53-Jährige sorgte mit abwertenden Äusserungen zum Frauenfussball für einen Shitstorm.

    Nach den Niederlagen des australischen Nationalteams gegen die USA und Japan lästerte Sheargold: «Lieber würde ich mir einen Nagel durch die Spitze meines Penis hämmern, als mir das anzusehen.»

    Alisha Lehmann
    Alisha Lehmann im Duell mit Steph Catley während des Freundschaftsspiel zwischen der Schweiz und Australien im Oktober 2024. - keystone

    Die Spielerinnen nannte er «High-School-Schülerinnen» und fragte: «Gibt es keinen Männersport, über den wir reden können?»

    Steph Catley, Kapitänin der «Matildas», bezeichnete die sexistischen Beschimpfungen als «völlig inakzeptabel». Ihre Teamkollegin Clare Wheeler meinte: «Sport ist für alle da – und diese Kommentare für niemanden.»

    Hast du auch schon Sexismus im Fussball erlebt?

    Auch die Sportministerin Australiens meldete sich zu Wort und nannte Sheargolds verbale Entgleisung «unverschämt, dumm und falsch».

    Der mittlerweile entlassene Radio-Moderator gestand seinen Fehler: «Jede Comedy, auch meine, kann mal daneben gehen. Ich verstehe, warum Menschen an meinen Kommentaren Anstoss genommen haben. Und ich bitte aufrichtig um Entschuldigung.»

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