Vereinslegende Dieter Schatzschneider hat die Absetzung von Martin Kind als Geschäftsführer der Profifussball-Gesellschaft von Hannover 96 massiv kritisiert.
Nicht jeder ist mit der Entscheidung, Martin Kind als Geschäftsführer abzusetzen, einverstanden.
Nicht jeder ist mit der Entscheidung, Martin Kind als Geschäftsführer abzusetzen, einverstanden. - Moritz Frankenberg/dpa

«Wenn dieser Vorstand jetzt die Profis übernimmt, ist das das Ende des Profifussballs von Hannover 96», sagte der Rekordtorschütze des Zweitliga-Clubs der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Der 64-Jährige ist ein enger Vertrauter von Martin Kind und als Talentscout auch bei der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA angestellt. «Ich bin sauer, weil immer nur draufgehauen wird auf Martin Kind, gerade vom Vorstand des Gesamtvereins», sagte Schatzschneider.

Der Vorstand des Muttervereins Hannover 96 e.V. hat den langjährigen Clubboss Kind am Mittwochabend überraschend als Geschäftsführer der Management GmbH und damit auch als Verantwortlichen für den Profifussball-Bereich abberufen. Der 78 Jahre alte Hörgeräte-Unternehmer ist zwar weiterhin Mehrheitsgesellschafter der Profi-Gesellschaft. Dank der sogenannten 50+1-Regel, die nur im deutschen Fussball den Einfluss externer Investoren begrenzt, darf aber allein der Stammverein die Geschäftsführung berufen.

«Ich habe mich noch vor zwei Wochen mit Martin Kind getroffen. Ohne ihn wäre 96 längst von der Fussball-Landkarte verschwunden», sagte der frühere Hannover-Trainer Peter Neururer der «HAZ». «Hoffentlich wissen die handelnden Personen genau, was sie da gerade machen und wen sie da in Zukunft ersetzen müssen. Für die nahe Zukunft der Zweitliga-Mannschaft ist diese Entscheidung eine Katastrophe.»

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