Rassismus-Eklat um Vinicius: Gegen drei Fans wird ermittelt

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    Spanien,

    Fussballprofi Vinicius Junior wurde am Sonntag im Spiel beim FC Valencia rassistisch beleidigt. Die Ermittlungen gegen drei Verdächtige wurden eingeleitet.

    Im Spiel gegen den FC Valencia war Real Madrids Vinicius Junior rassistisch angefeindet worden.
    Im Spiel gegen den FC Valencia war Real Madrids Vinicius Junior rassistisch angefeindet worden. - Manu Fernandez/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Real-Star Vinicius wurde beim Valencia-Spiel rassistisch beleidigt.
    • Nun wurden Ermittlungen gegen drei junge Verdächtige aufgenommen.
    • FC Valencia muss Geldstrafe in Höhe von 45 000 Euro zahlen

    Nach den rassistischen Anfeindungen gegen Fussballprofi Vinicius Junior von Real Madrid wird gegen drei Verdächtige ein Untersuchungsverfahren eingeleitet. Die zuständige Richterin in Valencia habe die Aufnahme von Ermittlungen beschlossen, teilte die spanische Justiz mit.

    Die drei jungen Verdächtigen waren am Dienstag festgenommen und anschliessend unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt worden. Sie werden beschuldigt, den 22 Jahre alten Brasilianer am Sonntag im Spiel der Königlichen beim FC Valencia (0:1) von den Rängen aus rassistisch beleidigt zu haben. Es gehe um ein «mögliches Hassverbrechen», hiess es im Kommuniqué. In der Sache trete die spanische Profi-Liga als Privatkläger auf.

    Die Vorfälle waren im Spielbericht des Schiedsrichters festgehalten worden. Gegen den FC Valencia wurde eine Geldstrafe von 45 000 Euro verhängt. Zudem war die Südtribüne des Mestalla-Stadions für fünf Spiele zum Teil gesperrt worden. Diese Sperre wurde inzwischen auf drei Spiele reduziert, wie der spanische Verband mitteilte.

    Vinicius hatte der spanischen Profi-Liga nach dem Vorfall auf Twitter vorgeworfen, Rassismus als «normal» zu betrachten. Liga-Chef Javier Tebas wies diesen Vorwurf zunächst energisch zurück und betonte, diese Saison habe man neun rassistische Vorfälle bei der Justiz angezeigt. Später entschuldigte er sich bei Vinicius für seine gereizte Antwort und meinte, seiner Organisation seien durch die Gesetze die Hände gebunden. Er behauptete am Donnerstag, er könne den Rassismus im spanischen Fussball in sechs Monaten ausrotten, wenn die Liga angemessene Befugnisse erhalte.

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