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    Nach Rassismus-Vorwurf: Fifa ermittelt gegen Rüdiger-Gegner

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    Deutschland,

    DFB-Star Antonio Rüdiger erhebt bei seinem Comeback bei der Club-WM Rassismus-Vorwürfe gegen einen Gegenspieler. Der Weltverband Fifa handelt.

    Real Madrid Antonio Rüdiger
    In der Schlussphase ging es zwischen Antonio Rüdiger (l) und Gustavo Cabral (r) hitzig zu. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Partie zwischen Real Madrid und Pachuca wird von einem Eklat überschattet.
    • Antonio Rüdiger wirft seinem Gegenspieler Rassismus vor.
    • Jetzt hat die Fifa Ermittlungen eingeleitet.

    Nach Rassismus-Vorwürfen von Fussball-Nationalspieler Antonio Rüdiger gegen seinen Gegenspieler bei der Club-Weltmeisterschaft in den USA hat die Fifa Ermittlungen aufgenommen.

    Wie der Weltverband auf dpa-Anfrage mitteilte, hat die Disziplinarkommission nach Auswertung des Spielberichts ein Verfahren gegen Gustavo Cabral vom mexikanischen Club CF Pachuca eingeleitet.

    Antonio Rüdiger
    Antonio Rüdiger gab bei der Club-WM sein Comeback. - keystone

    Real-Madrid-Profi Rüdiger hatte seinem Gegenspieler im Gruppenspiel gegen Pachuca am vergangenen Sonntag eine rassistische Beleidigung vorgeworfen. Die Partie war in der Nachspielzeit wegen des Vorfalls kurzzeitig unterbrochen.

    «Wir stehen hinter Toni und werden sehen, was passiert. Das Fifa-Protokoll wird aktiviert, und wir unterstützen ihn», hatte Reals Trainer Xabi Alonso nach dem 3:1-Sieg erklärt. «Das ist inakzeptabel, und wir glauben, was er gesagt hat. Der Vorfall wird derzeit untersucht.»

    Schiedsrichter zeigt Geste für Rassismus-Protokoll

    In der Nachspielzeit der Partie stritt sich Rüdiger mit Pachucas Cabral. Daraufhin unterhielt sich der aufgebrachte DFB-Abwehrchef mit Schiedsrichter Ramon Abatti, dieser kreuzte dann seine beiden Arme vor dem Oberkörper.

    Club-WM
    Gustavo Cabral soll sich rassistisch gegenüber Antonio Rüdiger geäussert haben. - keystone

    Dies ist das Zeichen in einem mehrstufigen Protokoll des Weltverbandes Fifa, dass der Unparteiische entweder einen rassistischen Vorfall mitbekommen hat oder ihm darüber berichtet wurde. Ihm obliegt die Entscheidung, ob das Spiel unterbrochen wird oder nicht. Nach einer kurzen Unterbrechung wurde die Partie in Charlotte zu Ende gebracht.

    Gegenspieler: Habe «Feigling» gesagt

    Cabral wies den Vorwurf nach der Partie zurück. «Es gab nichts Rassistisches. Ich habe ihn einen verdammten Feigling genannt, wie wir in Argentinien sagen. Das ist alles», sagte der 39 Jahre alte Argentinier Medienberichten zufolge. Er habe den Ausdruck «cagón de mierda» verwendet.

    Rüdiger gab in der Partie sein Comeback nach einer Knieoperation Ende April und wurde in der 78. Minute eingewechselt.

    Mit vier Punkten aus zwei Partien hat Real noch nicht den Achtelfinal bei der Club-WM erreicht. Im letzten Gruppenspiel geht es in der Nacht zu Freitag (MESZ) gegen das punktgleiche RB Salzburg. Die punktlosen Mexikaner von Pachuca treffen auf Al-Hilal aus Saudi-Arabien, können aber den Achtelfinal nicht mehr erreichen.

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