Fussball-Zweitligist Hannover 96 rechnet in dieser ersten kompletten Saison unter Corona-Bedingungen mit einem Minus im zweistelligen Millionenbereich.
Prangert die Denkkultur im Fussball an: 96-Geschäftsführer Martin Kind. Foto: Swen Pförtner/dpa
Prangert die Denkkultur im Fussball an: 96-Geschäftsführer Martin Kind. Foto: Swen Pförtner/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Dass der neue TV-Vertrag der Deutschen Fussball Liga den Clubs ab der Saison 2021/22 weniger Medienerlöse einbringen wird als bisher, kommt für die 96er erschwerend hinzu.

«Wir haben weniger Erlöse als geplant und werden mit gut zehn Millionen Euro Verlust abschliessen. Davon sind sieben Millionen fehlende Ticketeinnahmen», erklärte Finanzchef Frank Baumgarte in einem Interview des «Sportbuzzers».

Dass der neue TV-Vertrag der Deutschen Fussball Liga den Clubs ab der Saison 2021/22 weniger Medienerlöse einbringen wird als bisher, kommt für die 96er erschwerend hinzu. «Wir bekommen in dieser Saison gut 23 Millionen Euro und werden in der nächsten Saison heruntergehen auf 15 Millionen Euro. Das heisst, 96 fehlen in der nächsten Saison acht bis neun Millionen Euro», sagte Mehrheitsgesellschafter Martin Kind.

Der Geschäftsführer der ausgegliederten Profifussball-Gesellschaft betonte, dass diese Verluste bei seinem Club nicht existenzbedrohend seien. «Im Wesentlichen sichern die Gesellschafter die Liquidität durch Darlehen ab, wie schon in der vorigen Saison», sagte Kind. «Wir müssen nicht zu Banken rennen wie andere Vereine.» Für den Fussball insgesamt gelte aber: «Wir und viele andere Clubs auch müssen erst mal lernen, dass man Geld, das man nicht hat, auch nicht ausgeben kann. Diese Denkkultur ist im Fussball nicht besonders ausgeprägt.»

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