Mainz 05 scheitert an Bochum im Elfmeterschiessen

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    Deutschland,

    Nach personellen Chaos-Tagen hat der FSV Mainz 05 einen weiteren sportlichen Tiefschlag einstecken müssen.

    Bochums Stürmer Simon Zoller jubelt über den Einzug ins Achtelfinale des Pokal-Wettbewerbs. Foto: Roland Weihrauch/dpa
    Bochums Stürmer Simon Zoller jubelt über den Einzug ins Achtelfinale des Pokal-Wettbewerbs. Foto: Roland Weihrauch/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jean-Paul Boëtius in der 7. Minute und Danny Latza (55.) brachten die Hausherren in der regulären Spielzeit mit 2:0 in Führung, doch Bochum schlug durch den Ex-Mainzer Gerrit Holtmann (66.) und Robert Tesche (90.+4) zurück.

    Der Tabellenvorletzte der Fussball-Bundesliga verlor das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen den Zweitliga-Vierten VfL Bochum mit 0:3 im Elfmeterschiessen und schied aus. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 gestanden. Für FSV-Trainer Jan-Moritz Lichte dürfte es das letzte Spiel auf der Bank gewesen sein.

    Jean-Paul Boëtius in der 7. Minute und Danny Latza (55.) brachten die Hausherren in der regulären Spielzeit mit 2:0 in Führung, doch Bochum schlug durch den Ex-Mainzer Gerrit Holtmann (66.) und Robert Tesche (90.+4) zurück. In der Verlängerung sah VfL-Torwart Manuel Riemann (95.) die Rote Karte, doch Mainz konnte die Überzahl nicht nutzen und zog im Nervenduell vom Punkt den Kürzeren.

    Die Vorbereitung der Rheinhessen auf die Partie war in den vergangenen Tagen empfindlich gestört worden. Am Dienstag hatten die 05er den bis 2024 datierten Vertrag mit Sportvorstand Rouven Schröder aufgelöst, ohne einen Nachfolger zu präsentieren. Wunschkandidat Christian Heidel erbat sich nach dem Schröder-Aus ein paar Tage Bedenkzeit. Weiter offen ist zudem die Zukunft von Trainer Lichte. «Die Entscheidung wird in der Weihnachtszeit fallen», kündigte Vorstandschef Stefan Hofmann vor dem Anpfiff an.

    Die vom Abstieg bedrohten Mainzer zeigten sich davon zunächst jedoch unbeeindruckt und starteten furios. Gleich der erste verheissungsvolle Angriff führte zum Erfolg. Jonathan Burkardt bediente Boëtius, und der Niederländer vollendete mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck. Es war der erste FSV-Treffer seit 285 Minuten. Zuletzt hatte Kevin Stöger am 5. Dezember beim 1:2 in Bielefeld getroffen.

    Es blieb allerdings für längere Zeit die letzte gefährliche Offensivaktion der Mainzer, die in der Liga seit fünf Spielen sieglos sind und aus 13 Partien nur sechs Punkte gesammelt haben. Bochum eroberte sich zunehmend mehr Spielanteile und drängte die nach der 0:1-Pleite gegen Werder Bremen auf fünf Positionen veränderten 05er in die Defensive. Zwingende Chancen konnte sich der VfL aber nicht erarbeiten.

    Anders die Mainzer, für die der auffällig agierende Latza (36./37.) innerhalb von 120 Sekunden zweimal das 2:0 liegen liess. Die erste Möglichkeit nach dem Wechsel gehörte den Gästen. Nach einer Ecke köpfte Innenverteidiger Armel Bella Kotchap den Ball aber nur an das Aussennetz.

    Die Mainzer waren da effektiver: Quaison passte mit der Hacke auf Latza, der Riemann mit einem platzierten Flachschuss überwand. Bochum schöpfte nach dem Anschluss noch einmal Hoffnung und kam mit der letzten Aktion durch einen Kopfball von Tesche tatsächlich noch zum Ausgleich.

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