Felix Magath

    Magath: Fussball wird von Schiedsrichtern verpfiffen

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    Deutschland,

    Für den früheren Meistertrainer war die Rote Karte für Bayern-Verteidiger Upamecano am Wochenende exemplarisch für Regelauslegung in der Bundesliga. Magath sieht das Problem beim DFB.

    Felix Magath ist der Meinung, dass der Fussball in der Bundesliga von den Schiedsrichtern verpfiffen wird.
    Felix Magath ist der Meinung, dass der Fussball in der Bundesliga von den Schiedsrichtern verpfiffen wird. - Christian Charisius/dpa

    Im Zuge der Diskussionen über die Rote Karte für Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano am Wochenende in Mönchengladbach sieht der frühere Meistertrainer Felix Magath ein grundsätzliches Schiedsrichter-Problem im deutschen Fussball.

    «Man ist nicht bereit darüber zu reden, dass der Fussball in der Bundesliga von unseren Schiedsrichtern so verpfiffen wird. Bei jeder Kleinigkeit wird gepfiffen. Es gibt die Aussage: 'Kontakt war da, also pfeifen wir Elfmeter.' Das ist mehr oder weniger Unsinn. Fussball ist ein Sport, bei dem muss ich Kontakt suchen », sagte Magath dem TV-Sender Sky.

    Magath kritisiert Schiedsrichter-Gruppe

    Der DFB habe überhaupt kein Verhältnis mehr zum Sport. Das sei das Problem, so der 69-Jährige: «Ich bin nicht in der Schiedsrichter-Gruppe dabei. Diese Gruppe kontrolliert sich völlig selbstständig. Es gibt kein Instrument, das mal sagt: 'Moment Schiedsrichter, das könnte man anders sehen!' Nein, sie korrigieren sich selbst. Das ist das Schlimmste, wenn sich eine geschlossene Gruppe selbst kontrolliert. Da kann nichts Gescheites bei rauskommen.»

    Für Magath war die Aktion von Upamecano, über die sich Bayern-Trainer Julian Nagelsmann so aufgeregt hatte, normalerweise keine Rote Karte. «Grundsätzlich sage ich: Das ist lächerlich! Aber so wie in den letzten Jahren und Monaten in der Bundesliga gepfiffen wird, war das völlig korrekt», so der zweimalige Vize-Weltmeister.

    Eigentlich sei er immer ein Befürworter des Videobeweises gewesen. «Ich bin aber nie auf die Idee gekommen, dass man den Schiedsrichter durch den Videobeweis vorführt. Für mich war ein Videobeweis so angelegt, dass oben auf der Tribüne einer sitzt, der mit dem Schiedsrichter verbunden ist. Der oben am Fernseh-Schirm dem Schiedsrichter einen Impuls gibt, eine Hilfestellung, für wen die Entscheidung zu treffen ist. Der Schiedsrichter muss der sein, der entscheidet. Jetzt ist es doch ein Witz! Der Schiedsrichter muss sich vorführen lassen», so Magath.

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