Kruse prangert Beleidigungen an: «Unter aller Sau»

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Max Kruse hat sich erneut besorgt zum Thema Rassismus geäussert und auch an die Politik appelliert.

    Positioniert sich erneut klar zum Thema Rassismus: Max Kruse (r). Foto: Arne Dedert/dpa
    Positioniert sich erneut klar zum Thema Rassismus: Max Kruse (r). Foto: Arne Dedert/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Unter aller Sau»

    Nachdem es zu einem Eklat um Olympia-Auswahlmitspieler Jordan Torunarigha in einem Vorbereitungsspiel der deutschen Mannschaft gegen Honduras gekommen war, veröffentlichte Kruse nun ein fast achtminütiges Video bei Instagram, aufgenommen in seiner Unterkunft im olympischen Dorf von Tokio. «Ich finde, dass jetzt einfach noch mal der Zeitpunkt gekommen ist, etwas dazu zu sagen und meine Meinung zu äussern», erklärte der Fussball-Profi vom 1. FC Union Berlin.

    «Unter aller Sau»

    Er wolle die Beleidigungen, die auch ihn und seine Freundin schon erreicht hätten über soziale Netzwerke, nicht aussprechen, «weil die unter aller Würde und unter aller Sau sind». Umso wichtiger sei es aber, dass er seine Reichweite nutzen würde. Allein bei Instagram folgen ihm über 380.000 Menschen. Er habe «das Gefühl, dass der Rassismus eher wieder mehr wird als weniger in den letzten Wochen und Monaten», sagte Kruse.

    «Ich bin mir ziemlich sicher, dass es gegen Rassismus kein Patentrezept gibt, was helfen wird. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass meine Aussagen jetzt den Rassismus nicht beenden werden», sagte der 33-Jährige und fuhr fort: «Trotzdem bin ich der Meinung, dass jeder für sich selbst Gedanken machen muss, welche Werte er vermittelt und sich Gedanken darum macht, wie man den Rassismus dahin befördert, wo er hingehört: und zwar komplett zerstört.»

    Er sei der Meinung, dass Rassismus grundsätzlich kein politisches Thema sei, sondern eines, das die gesamte Menschheit betreffe. Trotzdem sei es die Politik als höchste Führungsetage, die für Veränderung sorgen könne.

    «Ich frage mich, warum kriegen wir es nicht hin, mehrere Millionen in die Hand zu nehmen, um den Rassismus in irgendeiner Art und Weise zu bekämpfen», sagte Kruse: «Warum kriegen wir es nicht hin, Identity Checks zu machen bei Social Media Apps mit Kommentarfunktion.» So könne anonyme Hetzerei und anonymer Rassismus bekämpft und entsprechend hart bestraft werden. «Man kann ihn sicherlich dadurch nicht beenden, aber irgendwo müssen wir anfangen. Wenn wir nirgendwo anfangen, wird sich auf der Welt auch nichts verändern», betonte Kruse.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    as
    8 Interaktionen
    Nach Impf-Wirbel
    Influencer
    192 Interaktionen
    «Creepy»?

    MEHR IN SPORT

    teaser
    4 Interaktionen
    Saisonstart
    teaser
    5 Interaktionen
    Schlusslicht
    Lamine Yamal
    25 Interaktionen
    Ballon d'Or
    Hockey
    6 Interaktionen
    Nach Ausschreitungen

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    fsdfs
    1 Interaktionen
    Neustadt am Rübenberge
    sdf
    5 Interaktionen
    München