Irrer Fussballabend: Flick lobt Bayern-Mentalität

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    Deutschland,

    Was für ein Fussballabend. Arminia Bielefeld fährt im Münchner Schneegestöber mit geschlauchten, dezimierten und fehlerhaften Bayern lange Schlitten. Am Ende können beide Trainer mit dem 3:3 «leben».

    Hansi Flick (l) bedankt sich nach dem Spiel bei Leroy Sane. Foto: Adam Pretty/Getty Images Europe/Pool/dpa
    Hansi Flick (l) bedankt sich nach dem Spiel bei Leroy Sane. Foto: Adam Pretty/Getty Images Europe/Pool/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Hansi Flick rückte am Ende eines irren Fussballabends das aus seiner Sicht Erfreuliche in den Vordergrund.

    Der Trainer des FC Bayern München lobte seine geschlauchten Club-Weltmeister für die «sensationelle Mentalität», mit der sie beim spektakulären 3:3 gegen einen forsch und wehrhaft auftretenden Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld nach einem 0:2 und 1:3 in der Fussball-Bundesliga doch noch eine drohende Heimniederlage mit einem Kraftakt abwenden konnten.

    «So zurückzukommen ist eine Sache, die positiv ist. Sie macht mich zuversichtlich für die nächsten Spiele», sagte Flick mit Blick auf das Topspiel am Samstag in Frankfurt und das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League drei Tage später bei Lazio Rom. Unter dem Strich müsse und könne er mit dem Unentschieden «leben», sagte Flick, ein Urteil, das er mit Bielefelds Coach Uwe Coach teilte.

    Es war eine sportliche Achterbahnfahrt, die unter besonderen äusseren Umständen in der leeren Allianz Arena zu bestaunen war. Den Bayern waren die Strapazen der Katar-Reise und das vierte Spiel innerhalb kürzester Zeit anzumerken. Die zahlreichen Ausfälle von Thomas Müller bis Serge Gnabry zeigten Wirkung, die zuletzt stabile Abwehr zeigte alte Schwächen. Dazu kam das Wetter. Im Schneegestöber der ersten Hälfte rutschten die Bayern böse aus, Bielefeld führte durch Bundesliga-Debütant Michel Vlap und Verteidiger Amos Pieper 2:0.

    Der Platz wurde zur Pause geräumt, der Rasen wieder grün und damit besser bespielbar. «Als der Schnee nicht mehr da war, wurde es schwierig für uns», sagte Bielefelds Kapitän Fabian Klos. Die Bayern rafften sich offensiv auf, steckten sogar das 1:3 durch Christian Gebauer unmittelbar nach dem 25. Saisontor von Robert Lewandowski weg. Leroy Sané trieb seine Mannschaft an, bereitete die Tore von Corentin Tolisso und Alphonso Davies vor - dann blieb es beim 3:3.

    «Am Ende sind sie halt die Weltpokalsieger», bemerkte Klos zur Aufholjagd der Bayern. Seine Mannschaft war ganz nah dran, um sich als «Weltpokalsiegerbesieger» zu verewigen. «Der Spielverlauf war verlockend, 2:0, 3:1. Da hofft man auf mehr», sagte Neuhaus. In der Tabelle zog der Tabellen-16. aber immerhin nach Punkten mit Hertha BSC gleich. Spitzenreiter Bayern liegt noch fünf Zähler vor Leipzig.

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