Hertha BSC tritt in Hoffenheim ganz schwach auf und kassiert am Freitag mit 0:2 eine Niederlage.
Hertha BSC
Der Hertha BSC verliert am 29.10.2021 gegen Hoffenheim. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Hertha Berlin verpasst den dritten Sieg in der Bundesliga nacheinander.
  • Gegen Hoffenheim verliert der BSC mit 0:2.

Mit dem Aufschwung bei Hertha BSC ist es schon wieder vorbei. Die Mannschaft von Trainer Pal Dardai unterlag am Freitagabend bei der TSG 1899 Hoffenheim ziemlich wehrlos mit 0:2 (0:2). Damit verpassten die Berliner den dritten Sieg in der Fussball-Bundesliga nacheinander.

«Nicht schön, das müssen wir jetzt runterschlucken». Das sagte Dardai nach der Partie bei DAZN und bescheinigte einen «verdienten Sieg für Hoffenheim».

Vor nur 8127 Zuschauern in Sinsheim erzielten der kroatische WM-Zweite Andrej Kramaric (19. Minute) und Sebastian Rudy die Treffer (36.).

Hertha BSC
Herthas Maximilian Mittelstädt (l) und Herthas Trainer Pal Dardai klatschen nach Spielende ab. - dpa

Der Kapitän von Hertha BSC, Dedryck Boyata, sah nach einem Tritt gegen Angelo Stiller nach Videobeweis die Rote Karte (73.). Die Kraichgauer überholten nach einer spielstarken Vorstellung in der Tabelle Hertha (11.) und verbesserten sich zumindest vorläufig auf Rang sieben.

«Ich freue mich extrem, dass wir heute gewonnen haben. Das war ein wichtiger Sieg, unsere erste Halbzeit war sehr, sehr gut», sagte Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeness. «Wir haben gut gespielt, es ist ein gutes Gefühl, die drei Punkte geholt zu haben», sagte Kramaric.

Keine Punkte für Hertha BSC zum Bobic-Geburtstag

Hertha BSC dagegen verdarb mit ihrer enttäuschenden Darbietung auch ihrem Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic, der am Samstag seinen 50. Geburtstag feiert, die Stimmung und Vorfreude. Dabei begann das 200. Pflichtspiel von Dardai schwungvoll.

Hoffenheims Angelo Stiller schoss knapp daneben (5.), zwei Minuten später rettete auf der Gegenseite TSG-Torwart Oliver Baumann stark gegen Marco Richter (7.).

Fredi Bobic
Fredi Bobic ist Sport-Geschäftsführer bei Herta Berlin. - dpa

Der Kapitän der Hoffenheimer hatte unter der Woche sogar ein Sonderlob von Hoeness bekommen. «Seit ich hier bin, ist Olli eine absolute Konstante, sowohl auf als auch neben dem Platz. Höchstes Bundesliga-Niveau!», hatte Hoeness über seinen Torwart gesagt.

Dass er auch im Angriff über konstante Kräfte verfügt, unterstrich Kramaric. Ein Zuspiel von Robert Skov liess Ihlas Bebou durch für den Kroaten, der aus kurzer Distanz den Führungstreffer erzielte. Das Tor verlieh den Gastgebern Sicherheit und verunsicherte die Berliner.

Rudy stellte den Endstand her

Kramaric (28.) und Skov (31.) hätten schon erhöhen können, doch es war Rudy, der völlig verdient auf 2:0 erhöhte. Der starke Däne Skov schoss an den Pfosten, Rudy verwertete den zurückprallenden Ball unhaltbar für den Berliner Keeper Alexander Schwolow.

Skov vertrat den Nationalspieler David Raum, der wegen Problemen am Knöchel passen musste. Von der Tribüne blickte Bobic wenige Stunden vor seinem Geburtstag konsterniert auf die Szenerie auf dem Rasen.

Hoffenheim - Hertha BSC
29.10.2021, Baden-Württemberg, Sinsheim: Fussball: Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC, 10. Spieltag, in der PreZero Arena. Schiedsrichter Sven Jablonski zeigt Herthas Boyata (nicht im Bild) die Rote Karte. Foto: Uwe Anspach/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ - dpa

Nach dem Sieg im DFB-Pokal beim Viertligisten Preussen Münster fanden die Berliner kaum Mittel in der Offensive. Einen Freistoss von Richter parierte Baumann (44.). Dardai reagierte zur Pause auf die schwache Darbietung seiner Elf in den ersten 45 Minuten.

Stevan Jovetic kam für Deyovaisio Zeefuik, Myziane Maolida für Vladimir Darida. Das Bild aber änderte sich zunächst nicht.

Die Berliner taten sich schwer, die Kraichgauer spielten weiter munter nach vorne. Bebou zögerte im Strafraum zu lange und wurde schliesslich abgeblockt (49.).

Hertha BSC findet kein Mittel

Auch die Einwechslung von Ishak Belfodil (61.) brachte nicht die erhofften Impulse. Der Ex-Hoffenheimer wurde mit Pfiffen begrüsst.

Im Gegenteil: Der Abend wurde noch übler für die Hertha. Maolidas vermeintlicher Anschlusstreffer zählte korrekterweise wegen Abseits nicht (72.). Eine Minute später trat Hertha-Kapitän Dedryck Boyata mit der Sohle auf den Knöchel Stillers.

Nach Videobeweis entschied Schiedsrichter Sven Jablonski (Bremen) auf Rot. Stiller musste vom Platz, für ihn kam der Österreicher Christoph Baumgartner nach überstandener Corona-Erkrankung. Bei den Berlinern musste der eingewechselte Maolida aus taktischen Gründen wieder raus (77.).

Hoffenheim - Hertha BSC
29.10.2021, Baden-Württemberg, Sinsheim: Fussball: Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC, 10. Spieltag, in der PreZero Arena. Hoffenheims Sebastian Rudy (l) und Herthas Suat Serdar kämpfen um den Ball. Foto: Uwe Anspach/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ - dpa

In Überzahl liessen sich die Gastgeber nicht mehr verunsichern. Skov verpasste mit einem feinen Schuss aus der Distanz das 3:0 (87.), der Sieg aber geriet an diesem Abend zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Mehr zum Thema:

1899 Hoffenheim Sebastian Rudy Geburtstag Bundesliga Trainer Coronavirus DFB