Fussballklubs wollen Fans mit Kryptowährungen enger binden

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Der Kryptomarkt etabliert sich im Profi-Fussball. Fans können mit sogenannten Fan-Token in die favorisierten Vereine investieren.

    Bitcoin Kryptowährung
    Kryptowährungen wie Bitcoin sind bei Jüngeren beliebt. - sda

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fans soll es möglich sein mit Kryptowährungen in ihre Fussballvereine zu investieren.
    • Der Kryptomarkt sei eine alternative Einnahmequelle für den Sport.
    • Eine Kryptofirma stellt auch Investitionen in andere Sportarten zur Verfügung.

    Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie gehören Fussballspiele vor leeren Rängen zum Alltag. Für die Klubs bricht damit eine wichtige Einnahmequelle weg. Auf ihrer Suche nach Alternativen haben einige Vereine wie Manchester City und AC Mailand Kryptowährungen entdeckt.

    Dabei handelt es sich um sogenannte Fan-Token, die wie Bitcoin oder Ethereum an speziellen Börsen gehandelt werden können.

    Ausserdem geben sie ihren Besitzern das Recht, bei ausgewählten Entscheidungen mitzubestimmen oder an Wettbewerben teilzunehmen. Bei der Zielgruppe, den Fussball-Fans, stösst dieser Trend aber auf geteiltes Echo.

    Kryptomarkt etabliert sich in der Fussballgesellschaft

    Für die Ausgabe von Fan-Token schliessen Fussballklubs üblicherweise Partnerschaften mit Kryptofirmen. Eine davon ist Chiliz, die unter anderem mit der spanischen Nationalmannschaft zusammenarbeitet. Sie hat bereits für 20 Fussball-Vereine die Emission von Fan-Token organisiert. Hinzu kommen acht weitere für Mannschaften aus anderen Sportarten.

    Für viele Mannschaften ist dieses Geld allerdings nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Bei den 20 umsatzstärksten Vereinen schrumpfte der Umsatz in 2020/2021 um zwölf Prozent rechnet die Beratungsfirma Deloitte vor.

    Fan-Token als Alternative in den Sport zu investieren

    Malcolm Clarke, Vorsitzender der Football Supporters's Association, die Fans in England und Wales vertritt, kritisiert Fan-Token als Geschäftemacherei. Entweder machten die Vereine Mitbestimmung gebührenpflichtig oder zögen Fans mit belanglosen Abstimmungen Geld aus der Tasche.

    Juventus-Manager Giorgio Ricci betont, dass die virtuelle Interaktion sowohl für die Klubs als auch für die Fans vorteilhaft gewesen sei. Sein Verein hatte bereits vor Ausbruch der Pandemie Fan-Token ausgegeben. Verantwortliche anderer Vereine verweisen darauf, dass die neue Technologie, die oftmals in aller Welt verstreuten Anhänger stärker einbinde.

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