Böllerwerfer bei RWE-Regionalligaspiel soll ins Gefängnis

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    Wegen eines Böllerwurfs beim Regionalliga-Spitzenspiel zwischen Rot-Weiss Essen und Preussen Münster Mitte Februar soll ein 29 Jahre alter Familienvater ins Gefängnis.

    Ein Dauerthema: Fussball und Pyrotechnik.
    Ein Dauerthema: Fussball und Pyrotechnik. - Robert Michael/dpa

    Das Amtsgericht Essen verurteilte den Mann wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 2 Monaten. Das teilte das Gericht mit. Eine Strafe in dieser Höhe kann nicht zur Bewährung ausgesetzt werden.

    «Der Verurteilung liegt die Überzeugung des Gerichts zugrunde, dass der Angeklagte am 20.2.2022 während des Regionalligaspiels RWE gegen Preussen Münster einen Knallkörper warf, der neben den Ersatzspielern von Preussen Münster detonierte», hiess es in der Mitteilung. Dadurch hätten zwei Ersatzspieler, der Athletiktrainer von Münster sowie ein Balljunge Knall-Traumata erlitten.

    Die Polizei war dem mutmasslichen Böllerwerfer bei der Auswertung von Fotos und Videos durch ein auffälliges Gesichtstattoo auf die Spur gekommen. Vor Gericht schwieg der Mann. Sein Anwalt plädierte auf Freispruch, weil die Täterschaft durch die Videos nicht zweifelsfrei nachgewiesen sei. Dem folgte das Gericht nicht. Das Urteil gegen den 29-Jährigen ist noch nicht rechtskräftig.

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