Stadionverbot für zwei Ultra-Gruppierungen in Freiburg
Nach schweren Ausschreitungen im Anschluss an das Westschweizer Eishockey-Derby vom Samstagabend in Lausanne zieht der Eishockeyclub Fribourg-Gottéron Konsequenzen. Der Klub belegt die beiden Ultra-Gruppierungen «Fribvrgensis XIV» und «Fanatics» per sofort mit einem Heimstadionverbot.

Wie der Verein am Montagabend in einem Communiqué mitteilte, wird den Mitgliedern der beiden Fangruppen der Zutritt zur heimischen BCF Arena untersagt; deren Zutrittsbadges sind ab sofort gesperrt.
Zudem verbietet der Verein jegliches Material, das die beiden Gruppierungen repräsentiert, sowie sämtliche Transparente oder Ähnliches mit Forderungen, Protestbotschaften oder sonstigen Meinungsäusserungen.
Diese Sanktionen gelten für sämtliche Begegnungen in der BCF Arena über alle Wettbewerbe hinweg. Sie treten mit dem Heimspiel am Dienstagabend gegen den HC Davos in Kraft und bleiben bis auf Weiteres gültig.
Bei Auswärtsspielen geht Gottéron bis zum 23. Dezember ebenfalls rigoros vor: Sämtliche Fan-Utensilien wie Fahnen, Banner, Trommeln oder Megafone sowie organisierte Choreografien sind für diesen Zeitraum verboten.
Verein über Verhalten enttäuscht
Die Vereinsführung zeigte sich besonders enttäuscht darüber, dass beide Fanclubs zuvor eine Charta für Respekt und vorbildliches Verhalten bei Spielen in Lausanne unterzeichnet hatten. Umso bedauerlicher seien die Vorkommnisse angesichts der eingegangenen Verpflichtungen. Der Klub betonte, keinerlei Gewalt zu tolerieren und alles für ein sicheres Umfeld zu unternehmen.
Am Samstagabend war es nach Spielende in und um die Vaudoise Arena zu schweren Zusammenstössen gekommen. Die Gewalt verlagerte sich bis auf das Perron des nahegelegenen Bahnhofs Prilly-Malley. Zwei Fans des HC Lausanne erlitten dabei schwere Verletzungen.






