SC Bern nach Vorbild Berlin? Plüss: «Das müssen wir auch machen»
Der SC Bern holt Erfolgscoach Serge Aubin von den Eisbären Berlin. Martin Plüss betont: Beim SCB soll der Kanadier die Spieler entwickeln – bis in die Nati.
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Das Wichtigste in Kürze
- «Er bringt Qualitäten mit, die uns helfen», sagt Martin Plüss über den neuen SCB-Trainer.
- Serge Aubin habe in Berlin über Jahre erfolgreich gearbeitet, schwärmt der Sportdirektor.
- Mit Aubin wolle der SC Bern Top-Spieler «selber ausbilden und entwickeln».
Nach dem Verpassen der Playoffs in der Saison 2025/26 nimmt der SC Bern neu Anlauf: Mit dem neuen Coach Serge Aubin will der SCB langfristig zurück an die Spitze. Sportdirektor Martin Plüss findet: «Das Timing ist optimal, er bringt Qualitäten mit, die uns helfen.»
Bei den Eisbären Berlin (fünf Meistertitel in sieben Jahren) habe es Aubin geschafft, «über Jahre erfolgreich zu arbeiten». Der Leistungsausweis des neuen Trainers sei gross.

Was Plüss besonders wichtig ist: «In Berlin hatte er zu Beginn jüngere Spieler, die sich zu Schlüsselspielern und in die deutschen Nationalmannschaft entwickelt haben. Das ist genau das, was wir auch in Bern machen müssen.»
Plüss will «auf Sicht vorne mitspielen – und zwar längerfristig»
Die fordernde Art kombiniert mit Empathie und Sozialkompetenz spreche für Aubin. «Wir haben ihm das Projekt vorgestellt und gezeigt, was wir schon erreicht haben.» Besonders im Nachwuchsbereich habe der SC Bern die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen.
Mit Jussi Tapola habe der SCB 2023/24 und 2024/25 eigentlich ein gutes Fundament gelegt. «Wir sind in der Regular Season vom fünften auf den dritten Platz gekommen und haben die Champions-League-Qualifikation erreicht.»
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Aber: «Letzte Saison haben wir unsere Saisonziele komplett verpasst.» Nun müsse das Fundament wieder gestärkt werden. «Damit wir auf Sicht wieder vorne mitspielen können – und zwar längerfristig.»
Für den Sportdirektor ist klar: «Wichtig ist, dass wir wieder so auftreten, dass sich die Leute mit dem SC Bern identifizieren können.»
Dank an die Eisbären Berlin
Der Trainer-Transfercoup mit Serge Aubin sorgt für eine Aufbruchstimmung. Martin Plüss sagt: «Ein grosses Merci an die Eisbären Berlin, die den transparenten Austausch ermöglicht haben.»

Der deutsche Meister legte dem verdienten Coach trotz laufendem Vertrag keine Steine in den Weg. So sagt an der Pressekonferenz in Bern auch Serge Aubin: «Danke nach Berlin für diese Möglichkeit.»
Heim-WM ohne Nati-Spieler des SCB
Martin Plüss, der bei WM-Silber 2013 noch dabei war, sagt über die WM in der Schweiz: «Ich war von den Auftritten der Nati begeistert. Fürs ganze Schweizer Volk hätte ich es mir gewünscht – Es war sehr knapp.»
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Der einzige SCB-Spieler im WM-Final war allerdings ein Finne: Waltteri Merelä wird Weltmeister. Plüss sagt: «Die Qualität in der Schweizer Nati ist sehr, sehr hoch. Nur die allerbesten schaffen es ins Team.»
In der vergangenen Saison sei es dem SC Bern nicht gelungen, Spieler an die Nati heranzubringen. Doch klar sei: «Um an die Spitze zu kommen, müssen wir solche Spieler haben.»
Plüss: SC Bern will Nati-Spieler selber entwickeln
Einer davon könnte Dario Rohrbach (kommt aus Langnau) sein: «Er ist erst kurz vor der WM aus dem Kader ausgeschieden.»

Ansonsten will der SC Bern auf Potenzial setzen. Plüss erklärt: «Der Kreis von Top-Spielern ist klein, um sich balgen viele Mannschaften. Die Alternative ist, sie selber auszubilden und zu entwickeln.»












