«Keine 10-Millionen-Schweiz»: Das sagt Fränzi Keiser (SVP)
Fränzi Keiser (SVP) äussert sich in ihrem Gastbeitrag zur Nachhaltigkeits-Initiative. Sie sagt klar Ja.

Die Wohnungsnot spitzt sich zu. Die Mieten steigen unaufhörlich, und immer mehr Menschen leben in der ständigen Angst vor Leerkündigungen. Diese Entwicklung verunsichert – und sie macht wütend.
Für mich ist die Ursache offensichtlich. Das ungebremste Bevölkerungswachstum überfordert unser Land. Es belastet den Wohnungsmarkt massiv und verschärft gleichzeitig viele Probleme. Die Konsequenzen sind längst Realität: zu wenig Wohnraum, explodierende Preise und eine Lebensqualität, die Schritt für Schritt verloren geht.
Die simple Wahrheit lautet: Wenn das Angebot schrumpft, schiessen die Preise in die Höhe – und genau das erleben wir tagtäglich.
Wäre es nicht endlich an der Zeit, diese exzessive und viel zu rasant wachsende Zuwanderung in unser kleines Land zu stoppen? Wollen wir wirklich den Dichtestress mit einer 10-Millionen-Schweiz? Bei einer Massentierhaltung interveniert man vehement, die «Massen-Menschenhaltung» aber wird gar gefördert.

Besonders besorgniserregend finde ich, dass diese Entwicklung nun zunehmend auch die ältere Generation betrifft. Immer öfter und lauter werden ältere Menschen unter Druck gesetzt, ihre langjährigen Häuser oder die inzwischen «zu gross» gewordenen Wohnungen zu verlassen, um Platz für die 80'000 oder sogar 100'000 Zuwanderer pro Jahr zu schaffen.
Dies würde zu einer Entwurzelung jener Menschen führen, die ihr Leben lang gearbeitet und mit viel Engagement sowie häufig unter grossen Entbehrungen ihr eigenes Zuhause aufgebaut haben. Nun wird von ihnen verlangt, ihr vertrautes Heim aufzugeben – eine Forderung, die für viele nicht nur schwer nachvollziehbar, sondern auch emotional belastend ist.
Zusätzlich geraten sie unter den gesellschaftlichen Druck, sich schuldig zu fühlen, weil sie angeblich in Wohnungen leben, die über ihren tatsächlichen Bedarf hinausgehen. Diese Vorgehensweise ist nicht nur ungerecht, sondern nimmt älteren Menschen jene Sicherheit und Geborgenheit, die sie sich im Laufe ihres Lebens ehrlich verdient haben.
Die Werte von Stabilität und Zugehörigkeit, die gerade im Alter besonders wichtig sind, werden dadurch bedroht. Um diese Missstände wirklich zu bekämpfen, braucht die SVP für ihre Nachhaltigkeits-Initiative dringend Unterstützung, auch von den anderen Parteien!
Gerade die SP sollte sich ehrlich fragen, wie ernst ihr soziale Gerechtigkeit wirklich ist, wenn ein immer schnelleres Wachstum zwangsläufig zu knapperem und teurerem Wohnraum führt! Wer das ignoriert, verschliesst die Augen vor den Folgen.
Es ist höchste Zeit, dass die Politiker wieder Verantwortung übernehmen, Probleme beim Namen nennen und sachlich nach Lösungen suchen – statt reflexartig nach dem Motto «Alle gegen die SVP» zu handeln.
Wer unsere Schweiz bewahren will, wer die Wohnungsknappheit und die überteuerten Wohnungspreise wirklich ernst nimmt, sagt am 14. Juni Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative der SVP.
Zur Autorin
Fränzi Keiser (*1964) ist Kleinkinderzieherin und Sozialpädagogin. Sie lebt in Baar ZG und ist Mitglied der SVP Baar.








