EHC Thun sichert die drei Punkte gegen Bülach
Am Wochenende ruhte der Spielbetrieb in der MyHockey League. Am Mittwoch ging es für den EHC Thun weiter.

Das Wichtigste in Kürze
- Der EHC Thun und der EHC Bülach liefern sich einen erbitterten Fight.
- Jan Küffer schiesst die Thuner am Ende zum Sieg.
- Es ist der vierte Vollerfolg im siebten Spiel.
Zu Gast im Grabengut war der EHC Bülach. Die Zürcher traten die siebte Auswärtsreise in Serie an. Noch vor dem Saisonstart wurde die Heimstätte der Bülacher, die KEB Hirslen, von einem Unwetter heimgesucht.
Seither bleibt die Eishalle geschlossen, Bülach tritt bis Ende Oktober auswärts an. Danach kann das Team einige Heimspiele in der Swiss Life Arena der ZSC Lions bestreiten. Die Eismieten auf fremdem Terrain bedeuten für den EHC Bülach hohe Mehrkosten.
Der EHC Thun zeigte sich am Mittwoch solidarisch. Die Einnahmen des Puckspiels werden dem Gast gespendet.
Thun legt vor, Bülach dreht die Partie sogleich
Auf dem Eis bliebt aber keine Zeit für Animositäten. Thun-Coach Zehnder stellte seine Linien um. So rückte beispielsweise Kelian Fiebiger in die erste Linie.
Die Thuner wollten Wiedergutmachung für die ärgerliche Niederlage in der Vorwoche gegen Dübendorf. Die Partie beginnt vielversprechend für den EHC Thun. Nach 39 Sekunden wandert Bülach-Topscorer Meier für zwei plus zwei Minuten auf die Strafbank.
Die ersten drei Minuten des Thuner Powerplay bringen wenig Zwingendes zum Vorschein. Dann bringt Michael Bärtschi die Scheibe vors Tor. Bülach-Goalie Morf kann gegen Yannick Gugelmann parieren, danach ist wieder Bärtschi zur Stelle und trifft zum 1:0.
Die Gäste reagieren umgehend. Keine drei Zeigerumdrehungen später steht es bereits 1:1. Heinzmann scheitert im ersten Anlauf, danach ist Stepanek da und bezwingt Thun-Goalie Küenzi.

Der EHC Thun bleibt im Anschluss fahrig. Der EHC Bülach nutzt dies nach rund zehn Minuten erneut aus. Von Topscorer Meier gelangt die Scheibe mit etwas Glück zu Nils Schwarz. Dieser geht völlig vergessen und überwindet Küenzi zur erstmaligen Führung für die Gäste.
Nach einer Viertelstunde erhält Stepanek zu viel Platz. Der Verteidiger verzieht freistehend aus dem Slot. Eine Minute vor der ersten Pause starten dann die Thuner ihren nächsten Angriff.
Gyger treibt die Scheibe nach vor. Diese kommt via Rossel zu Fiebiger, der mit seinem satten Abschluss Morf keine Chance lässt. Mit dem 2:2-Unentschieden geht es danach zum Pausentee.
Fiebiger und Gyger kombinieren sich zur Führung
Die erste Chance des Mitteldrittels gehört Bülach. Dennis Jola vergibt freistehend vor Küenzi. Die Gäste verzeichnen auch danach mehr Abschlüsse, können Küenzi aber nur sehr selten in Bedrängnis bringen.
Erst zu Spielmitte kommen auch die Thuner offensiv wieder zum Vorschein. Dafür richtig! Rossel erobert die Scheibe in der Offensivzone. Gyger und Fiebiger spielen Katz und Maus mit der Bülach-Abwehr und erzielen nach sehenswerter Kombination das 3:2.

Danach kann das Heimteam einen Gang hochschalten und die Bülacher erstmals in der eigenen Zone einschnüren. Häsler fordert Morf mit einem gefährlichen Ablenker. Lüthi hat ebenfalls die Chance auf das vierte Tor.
Kurz vor der Pause kontern dann die Bülacher. Richard Spilka kommt aber nicht an Thun-Torhüter Küenzi vorbei. Mit der knappen Führung geht es zur Pause, die Hausherren scheinen den Tritt nun gefunden zu haben.
Küffer schiesst den EHC Thun ins Glück
Das Spiel erleidet aber gleich zu Beginn des Schlussdrittels einen Bruch. In Unterzahl verpassen es die Berner Oberländer, die Scheibe zu klären. Kai Knak nutzt dies eiskalt aus und trifft zum Ausgleich.
Beinahe kommt es eine halbe Minute später knüppeldick für den EHC Thun: Küenzi rettet stark gegen Jola und verhindert den Doppelschlag. Danach sind wieder die Thuner an der Reihe.
Nach einem Inniger-Fernschuss kann Gyger beinahe den Abpraller zur Führung verwerten. Dies gelingt eine Zeigerumdrehung später Jan Küffer. Der 21-Jährige fasst sich ein Herz und trifft sehenswert vorbei an Morf ins Glück.

Der Führungstreffer verleiht dem EHC Thun etwas Rückenwind. Wyss und auch Lüthi kommen zu den nächsten Gelegenheiten. Das Spiel bleibt aber weiter völlig offen.
So kommt Bülachs Jansa nach einem Bully freistehend zum Abschluss – und verzieht. Sekunden später steht auf einmal Fiebiger fast allein vor Morf – und scheitert ebenfalls.
Vier Minuten vor Schluss hat Demian Gramegna den Ausgleich für den EHC Bülach auf der Schaufel. Küenzi pariert gut. Bülach-Coach Cantoni nimmt gleich danach sein Timeout und Goalie Morf aus dem Spiel.
Die Zürcher versuchen alles, um sich für ihren Kampf zu belohnen. Am Ende reicht es aber zu keinem Tor mehr. Der EHC Thun gewinnt verdient, überzeugt aber nicht vollends.
Zu Gast beim Schlusslicht
Am Samstag steht für die Berner Oberländer nun die weiteste Auswärtsreise der Saison an. Das Zehnder-Team ist zu Gast bei den Pikes Oberthurgau, die noch ohne Punkte dastehen.
Das nächste Heimspiel folgt am kommenden Mittwoch. Dann treffen die Thuner im heimischen Grabengut auf den erstarkten Kantonsrivalen aus Lyss.













