Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat Chinas Schwimm-Star Sun Yang in einer Neuverhandlung für vier Jahre und drei Monate gesperrt.
Der Schwimm-Star wurde vom Internationalen Sportgerichtshofs Cas für vier Jahre und drei Monate gesperrt. Foto: David Davies/PA Wire/dpa
Der Schwimm-Star wurde vom Internationalen Sportgerichtshofs Cas für vier Jahre und drei Monate gesperrt. Foto: David Davies/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Cas urteilte, dass Sun Yang rücksichtlos gehandelt habe, als Kontrolleure das Haus mit einer Probe hatten verlassen wollten.

Der dreimalige Olympiasieger hat damit keine Chance mehr auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen im kommenden Monat in Tokio. Wie der Cas mitteilte, hat der 29-Jährige gegen Anti-Doping-Bestimmungen verstossen. Die Sperre gilt rückwirkend vom Februar 2020 an. Theoretisch könnte Sun Yang bei den Sommerspielen 2024 in Paris wieder dabei sein. Dann wäre er 32 Jahre alt.

Der Cas urteilte, dass Sun Yang rücksichtlos gehandelt habe, als Kontrolleure das Haus mit einer Probe hatten verlassen wollten. Das neue Strafmass liegt klar unter dem alten. Sun Yang war vom Cas im Februar 2020 zu einer achtjährigen Sperre verurteilt worden, die wohl das Karriereende des mehrmaligen Weltmeisters bedeutet hätte. Seine Anwälte erhoben Einspruch, das Schweizer Bundesgericht liess die Revision des umstrittenen Schwimmers vor Weihnachten zu und hob das Urteil auf. Ein Cas-Richter war für befangen erklärt worden.

In dem Fall geht es vor allem um eine mit einem Hammer zerstörte Dopingprobe aus dem Herbst 2018. Das Umfeld des Schwimmers war direkt daran beteiligt. Der Weltverband Fina hatte dennoch zunächst auf eine Sperre verzichtet, worauf die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada den Cas anrief.

Sun Yang hatte die Tat damit verteidigt, dass die Kontrolleure nicht ausreichend zu identifizieren gewesen seien. Zur damaligen Maximalstrafe trug auch bei, dass der Chinese Wiederholungstäter ist. Bereits 2014 war er wegen Dopings für drei Monate gesperrt.

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