Triathletin pfeift auf den Sieg und rettet Leben

Nau Sport
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Hong Kong,

Eine österreichische Triathletin entdeckt bei einem Wettkampf in Istanbul einen leblosen Körper. Sofort stellt sie ihre sportlichen Ambitionen hinten an.

Triathlon
Am 13. und 14. Juni wird der Zytturm Triathlon zum 32. Mal ausgetragen (Symbolbild). - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Österreicherin Stephanie Ritter unterbricht einen Triathlon in Istanbul.
  • Die 20-Jährige entdeckt im Wasser einen leblosen Körper und handelt sofort.
  • Trotz des Unterbruchs schafft es Ritter in der Türkei noch auf den dritten Platz.

Dramatische Szenen bei der Altersklassen-EM im Triathlon in Istanbul. Die Österreicherin Stephanie Ritter entdeckt während des Schwimmwettbewerbs einen leblosen Körper. Und handelt sofort.

Die 20-jährige Kärntnerin war mitten im Wettkampf bei starkem Wind und unruhigem Meer unterwegs. «Ich habe mich anfangs irrsinnig erschrocken», erzählt sie der «Krone». Der Sportler trieb nur im Meer herum und wäre ohne seinen Neoprenanzug wohl untergegangen.

Triathlon
Stephanie Ritter entdeckt einen leblosen Körper im Wasser (Symbolbild). - keystone

Trotz des Wettkampfstresses zögerte Ritter nicht lange und begann laut um Hilfe zu rufen. Sie winkte mit ihren Armen und schrie so lange, bis die Wasserrettung sie endlich bemerkte und mit einem Motorboot auf sie zufuhr.

Nachdem die Rettungskräfte eingetroffen waren, entschied sich Stephanie dazu, weiterzuschwimmen: «Die Rettung kümmerte sich intensiv um den Burschen, ich konnte nichts mehr tun».

Ritter schafft es nach Rettungstat noch auf Rang 3

Trotz der Unterbrechung setzte sie ihren Wettkampf fort – 750 Meter Schwimmen standen noch bevor. Im Anschluss noch 20 Kilometer Radfahren und 5,2 Kilometer Laufen.

Triathlon
Stephanie Ritter setzt den Wettkampf nach der Rettungsaktion fort. - keystone

Am Ende erreichte das Klagenfurter Talent den beeindruckenden dritten Platz in ihrer Altersklasse (20 bis 24 Jahre), nur knapp hinter Gold und Silber.

«Natürlich hätte ich weiter vorne platziert sein können. Aber so wichtig ist kein Bewerb auf der Welt und auch keine Medaille. Wenn ein Mensch in Not ist, dann hilft man. Das ist ja logisch».

Bei der Siegerehrung erfuhr Ritter von den Veranstaltern, dass sie dem Mann aus Hongkong wahrscheinlich das Leben gerettet hat: «Er liegt noch auf der Intensivstation, soll eine Herzattacke gehabt haben.»

Ritter berichtet: «Die nächsten 24 Stunden sind enorm wichtig für ihn. Aber es geht ihm schon etwas besser.»

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