Speerwerfer Vetter setzt Siegesserie fort

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Deutschland,

Deutschland hat gleich mehrere Weltklasse-Speerwerfer, in der Corona-Saison aber ist Johannes Vetter einsame Spitze. Der Offenburger gewinnt auch sein Heim-Meeting.

Johannes Vetter hat auch sein Heim-Meeting in Offenburg gewonnen. Foto: Michael Kappeler/dpa
Johannes Vetter hat auch sein Heim-Meeting in Offenburg gewonnen. Foto: Michael Kappeler/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Sechster Sieg im sechsten Wettkampf der Corona-Saison für Johannes Vetter und Fair-Play-Preis für Bernhard Seifert: Die beiden deutschen Speerwurf-Asse haben sich am Wochenende in Szene setzen können und sassen am Samstagabend zusammen mit ZDF-«Sportstudio».

Vetter gewann zuvor sein Heim-Meeting in Offenburg mit 84,03 Metern. Heftiger Gegenwind verhinderte diesmal eine bessere Weite für den Weltmeister von 2017. Der Potsdamer Seifert erhielt mit Verspätung eine Auszeichnung für seinen Verzicht auf einen Teilnahme bei der Leichtathletik-WM 2019 in Doha zugunsten eines Konkurrenten.

Der 27 Jahre alte Vetter, der mit 94,44 Metern seit gut drei Jahren den deutschen Rekord hält, setzte sich vor 500 Zuschauern überlegen vor dem Schweden Kim Amb (78,97) und dem Belgier Cedric Sorgeloos (76,73) durch. Der gebürtige Dresdner von der LG Offenburg führt mit seinen 91,49 Metern von Turku die Jahresweltbestenliste an. «Ich gehe davon aus, dass diese Weite zu olympischem Gold gereicht hätte», sagte Vetter und haderte nicht mit seiner Tagesweite: «84 Meter sind unter diesen Bedingungen wirklich gut.» Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena, der kürzlich Vater wurde, setzt diesen Sommer bislang aus.

Für seine starke Geste zugunsten eines Teamkollegen vor der WM bekam Seifert im «Aktuellen Sportstudio» den Fair-Play-Preis des Deutschen Sports. Die Auszeichnung wurde dem 27-Jährigen bereits im Januar zuerkannt; sie wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) vergeben.

Seifert hatte die Norm für die WM in Katar im Vorjahr bereits früh erfüllt. Wegen einer späteren Formkrise verzichtete er zwei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt aber auf sein Startrecht. Davon profitierte sein Mainzer Speerwurf-Kollege Julian Weber, der schliesslich WM-Sechster wurde. «Deine faire Geste hat uns alle zutiefst beeindruckt», sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann in einem Video. «Ich habe die Geste nicht gemacht, um am Ende den Fair-Play-Preis zu bekommen. Das war nie der Plan», sagte Seifert im ZDF, betonte jedoch, dass es «eine grosse Ehre» sei.

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