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    Skiverbände ziehen Klage gegen Chef Eliasch zurück

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    Deutschland,

    Die vier grossen Skiverbände des Alpenraums kritisieren die Wiederwahl von Fis-Präsident Eliasch und ziehen vor den Cas. Jetzt nehmen sie ihre Klage zurück.

    Fis-Präsident Johan Eliasch erhielt bei seiner Wiederwahl 100 Prozent der abgegebenen Stimmen, aber nicht alle Delegierten hatten gewählt.
    Fis-Präsident Johan Eliasch erhielt bei seiner Wiederwahl 100 Prozent der abgegebenen Stimmen, aber nicht alle Delegierten hatten gewählt. - Michael Kappeler/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Skiverbände ziehen die Klage gegen Fis-Präsident Eliasch zurück.
    • Grund dafür sind die laufenden Abstimmungsprozesse.
    • Die Verbände bezeichneten die Wahl des Milliardärs als «Farce».

    Der Deutsche Skiverband hat mit seinen österreichischen, kroatischen und Schweizer Kollegen die gemeinsame Klage gegen Fis-Präsident Johan Eliasch vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas zurückgezogen.

    Abstimmungsprozesse werden blockiert

    «Die Rücknahme der Klage erfolgte nicht, weil sich unsere Rechtsauffassung geändert hat, sondern weil wir erkennen mussten, dass das aktuelle Verfahren die notwendigen Abstimmungsprozesse überlagert und teilweise blockiert», sagte DSV-Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

    FIS
    Johan Eliasch ist seit Sommer 2021 Präsident des Internationalen Skiverbands (FIS). - keystone

    Die vier Nationalverbände waren nach der umstrittenen Wiederwahl des Präsidenten des Ski-Weltverbandes im vergangenen Jahr vor den Cas gezogen. Der britisch-schwedische Geschäftsmann hatte beim Ski-Kongress in Mailand keinen Gegenkandidaten. Eliasch erhielt 100 Prozent der abgegebenen Stimmen, aber nicht alle Delegierten hatten gewählt.

    Skiverbände bezeichneten Wahl als «Farce»

    Auf Antrag von Delegierten wurde per Abstimmung eine geheime Wahl festgelegt. Die geforderte Option Nein als Antwort gab es nicht. Die Skiverbände bezeichneten die Wahl daraufhin als «Farce».

    Nun sollen im Rahmen der alpinen und nordischen Weltmeisterschaften im Februar noch einmal Gespräche zwischen den Nationalverbänden und Mitgliedern des Fis-Rats stattgefunden haben. Dabei habe man festgestellt, dass nach wie vor ein grosses Kommunikations- und Informationsdefizit bestehe.

    Verstehst du die Kritik an FIS-Präsident Eliasch?

    «Es steht ausser Frage, dass die Entwicklung des Skisports darunter leidet. Wir sind deshalb dem Vorschlag aus dem Council gefolgt und noch einmal auf die Fis zugegangen und haben einen Runden Tisch vorgeschlagen», sagte Schwarzbach. Diesen Vorschlag hat die Fis demnach nun angenommen.

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