Notizen von der Fussball-Europameisterschaft - gesammelt von der Deutschen Presse-Agentur.
Schottlands Billy Gilmour (l) trennt Englands Raheem Sterling vom Ball. Foto: Nick Potts/PA Wire/dpa
Schottlands Billy Gilmour (l) trennt Englands Raheem Sterling vom Ball. Foto: Nick Potts/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • STOLZE MAMA: Da war die Mutter überglücklich.

VON REAGAN BIS PUSKAS: Am Freiheitsplatz (Szabadság tér) in Budapest erinnert so einiges an die USA. Das verwundert nicht, schliesslich liegt dort die Botschaft der Vereinigten Staaten in Ungarns Hauptstadt. So findet man zum Beispiel eine Statue des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan. Während der EM steht dort aber auch der Fussball im Mittelpunkt. Es gibt ein Public Viewing und eine kleine Ausstellung zu Ungarns Fussball-Nationalmannschaft - mit Bildern von Legende Ferenc Puskas oder Dominik Szoboszlai von RB Leipzig, der die Magyaren zur EM geschossen hatte, aber wegen einer langwierigen Schambeinverletzung das Turnier verpasst.

STOLZE MAMA: Da war die Mutter überglücklich. Nach dem starken Auftritt von Schottlands Billy Gilmour beim 0:0 gegen England meldete sich Carrie Gilmour liebend gerne zu Wort. «Ich bin so so so stolz auf Dich. Mein Herz platzt vor Stolz. Ich liebe Dich so sehr», twitterte die Mutter. Kapitän Andy Robertson lobte den 20-Jährigen vom FC Chelsea. «Er hat eine grosse Zukunft vor sich. Er kann so viele Länderspiele gewinnen, wie er will», sagte der Liverpool-Profi.

EHRENTAGE: Ob das für unbeschwerte Freude sorgte? Nach dem 1:1 der Kroaten gegen Tschechien stand für zwei Auswahlspieler der Geburtstag an. Andrej Kramaric (1899 Hoffenheim) und Mile Skoric (NK Osijek) wurden am Samstag beide 30 Jahre alt. Josip Brekalo vom VfL Wolfsburg soll es besser ergehen. Er wird am Mittwoch, einen Tag nach dem Spiel in Glasgow gegen Schottland, 23 Jahre alt. Ist Kroatien dann Achtelfinalist?

TRINKFREUDIG? Glaubt man rumänischen und nordmazedonischen Medien, haben sich die nordmazedonischen Fussball-Fans in Bukarest als besonders trinkfest erwiesen. Das Online-Portal «makfax.com.mk» berichtete am Samstag, rund 4000 Anhänger des grössten EM-Aussenseiters hätten binnen vier Tagen unglaubliche 70.000 bis 75.000 Liter Bier vernichtet. Das Portal berief sich auf nicht näher genannte «rumänische Medien». Ob die Meldung stimmt, ist offen. Umgerechnet würde dies bedeuten, dass jeder einzelne Fan täglich etwa 4,7 Liter Bier getrunken habe. Unmöglich ist das nicht, gesund allerdings auch nicht - und geholfen hat es auch nicht: Nach zwei Spielen in Bukarest ist schon vor dem letzten Gruppenspiel Nordmazedoniens in den Niederlanden am Montag klar, dass das Turnier nach der Vorrunde für den Fussballzwerg beendet ist.

RUBEL FÜR MEHR TOURISTEN: Der russische EM-Spielort St. Petersburg steuert nach Angaben von Vize-Gouverneur Boris Piotrowski zur Durchführung des Turniers rund 700 Millionen Rubel (etwa 8,1 Millionen Euro) aus seinem Budget bei. «Derzeit wird geprüft, ob wir aus dem Bundeshaushalt mit mindestens 200 Millionen Rubel bezuschusst werden können», sagte er unlängst. Die Millionenmetropole am Finnischen Meerbusen erhofft sich von der EM ein höheres Touristenaufkommen sowie Mehreinnahmen bei den Steuern und die Förderung als Sportzentrum. Örtliche Gastronomen erwarten von dem Turnier einen Teilausgleich für die entgangenen Einnahmen während der Corona-Pandemie. Allerdings habe die WM 2018 gezeigt, dass die Hoffnung oft höher sei als die Realität, hiess es.

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