Leichtathletik-EM: Jason Joseph läuft über 110 m Hürden in den Final
Was bringt Tag 3 an der Leichtathletik-EM in Birmingham? Aus Schweizer Sicht steht Jason Joseph im Fokus. Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.

Im Überblick
10An der Leichtathletik-EM in Birmingham steht der dritte Tag auf dem Programm. Am Dienstag durfte die Schweiz erstmals jubeln: Simon Ehammer holt Silber im Weitsprung. Auch heute sind mehrere Schweizer im Einsatz. Unter anderem: Jason Joseph über 110 Meter Hürden.
Schweizer Einsätze am Mittwoch (Tag)
Zehnkampf Männer – 100 m: Nino Portmann steht nach der ersten Disziplin an der Spitze des Klassements. Seine 10,69 Sekunden sind Bestwert, Andrin Huber (10,98) und Leon Krummenacher (11,36) können da nicht mithalten.
400 m Frauen – Vorlauf: Mélanie Roland scheidet aus. Mit einer Zeit von 52,35 Sekunden verpasst sie die Halbfinal-Qualifikation knapp.
200 m Frauen – Vorlauf: 23,39 Sekunden sind gut genug: Iris Caligiuri zieht in den Halbfinal ein.
Zehnkampf Männer – Weitsprung: Nino Portmann kann sich im dritten Sprung deutlich auf 7,43 Meter steigern. Er bleibt in Schlagdistanz zu den Top 3. Andrin Huber gelingt eine Weite von 7,06 Metern, Leon Krummenacher landet bei 6,5 Meter.
400-m-Hürden Männer – Halbfinal: Dany Brand zeigt eine starke Leistung. Als Vierter verpasst er das Finalticket zwar, mit 48,96 Sekunden stellt er aber seine persönliche Bestleistung ein.
Zehnkampf Männer – Kugelstossen: Zwei Fehlversuche machen Nino Portmann einen Strich durch die Rechnung: Mit einem Wurf auf vier Meter rutscht er auf Gesamtrang 6 ab. Andrin Huber kommt ganze 62 Zentimeter weiter, befindet sich aber auf Zwischenrang 15. Leon Krummenacher befindet sich nach dem Kugelstossen auf 13,47 Meter ganz hinten im Klassement.
Schweizer Einsätze am Mittwoch (Abend)
Zehnkampf Männer – Hochsprung: Leon Krummenacher überspringt die 1,87 m und beendet dann den Wettkampf. Nino Portmann schafft die Marke ebenfalls, reisst dann aber bei 1,9 Meter dreimal. Andrin Huber überspringt die 1,90 m, die 1,93 m und die 1,96 m jeweils im ersten Versuch.
110 m Hürden Männer: Jason Joseph darf sich über den Finaleinzug freuen.
21.20 Uhr: 200 m Frauen – Halbfinals – Mujinga Kambundji, Fabienne Hoenke, Léonie Pointet
22.22 Uhr: Zehnkampf Männer – 400 m – Andrin Huber, Leon Krummenacher, Nino Portmann
22.47 Uhr: 110 m Hürden Männer – Final – evtl. mit Jason Joseph und Fabio Küchler
Nino Portmann überspringt 1,87 Meter im ersten Versuch, bleibt dann aber bei 1,90 m dreimal hängen.
Besser ergeht es Andrin Huber, der die Marke im ersten Versuch knackt. Auch über die 1,93 m und die 1,96 m springt der St.Galler.
Leon Krummenacher schafft die 1,87 m Marke, beendet dann aber den Wettkampf. Grund dafür sind Schmerzen in den Füssen.
Im dritten Wettkampf steht für die Zehnkämpfer das Kugelstossen an. Nino Portmann steht nach drei von zehn Wettbewerben auf dem sechsten Platz. Andrin Huber steht auf Position 15, Leon Krummenacher ist auf Platz 24.
Nino Portmann entgleitet die Kugel früh, damit misslingt sein Versuch völlig. Am Ende ist dieser sogar ungültig. Beim Zweiten stösst Portmann genau 14 Meter. Der letzte Versuch ist wieder ungültig. Im Gesamtklassement wird Portmann damit deutlich zurückfallen.
Andrin Huber zeigt direkt eine starke Leistung: 14,57 Meter erreicht er mit dem ersten Wurf. Der Zweite gerät etwas Kürzer. Mit dem Dritten gelingt nochmal eine kleine Steigerung: Mit 14,62 Meter beendet er den Wettkampf.
13,47 Meter schafft Leon Krummenacher mit seinem ersten Stoss. Beim Zweiten verdreht er sich aber und hat damit einen Fehlversuch. Bei Krummenacher ist der dritte Versuch erneut ungünstig – er kommt weiter nicht wirklich auf Touren.
Dany Brand ist im Halbfinal über 400 m Hürden dabei. Der 30-jährige Schweizer ist im Lauf mit vielen Topfavoriten ordentlich mit dabei. In seinem ersten EM-Halbfinal erreicht er den vierten Platz in seinem Lauf. Mit 48,96 stellt er seine persönliche Bestleistung ein.
Als zweite Disziplin der Zehnkämpfer steht der Weitsprung auf dem Programm. Dort liefert Nino Portmann unter Druck beim dritten Sprung ab, trotzdem fällt er im Gesamtklassement auf Platz 4 zurück.

Nino Portmann hat einen ungültigen ersten Versuch. Sein zweiter Sprung auf 7,16 Meter kann sich dafür sehen lassen. Im letzten Sprung geht Portmann aufs Ganze und belohnt sich: 7,43 Meter. Im Gesamtklassement ist er noch Vierter.
Andrin Huber geht auf Angriff und landet bei 6,72 Metern. Im zweiten Sprung knackt er die sieben Meter mit 7,06 knapp. Im dritten Versuch ist er zu spät am Absprung, die 7,06 bleiben stehen.
Leon Krummenacher landet bereits bei 6,19 Metern. Später verbessert er sich auf 6,5 Meter. Der dritte Versuch ist ungültig, die 6,5 Meter bleiben stehen. Damit fällt Krummenacher noch weiter zurück.
Für Mélanie Roland endet die EM über 400 m im Vorlauf. Sie erreicht in ihrem Lauf mit 52,35 als Vierte das Ziel. Zehn weitere Athletinnen sind im Nachgang aber noch schneller, damit scheidet Roland denkbar knapp aus. Ihr fehlen Hundertstel zu den Top 13 und damit der Halbfinal-Qualifikation.
Die Zehnkämpfer starten im Sprint über 100 m. Leon Krummenacher verliert nach gutem Start etwas an Boden, kommt aber mit 11,36 Sekunden ins Ziel. Deutlich schneller ist Andrin Huber mit 10,98.
Und auch der mit Abstand schnellste im Feld ist ein Schweizer: Nino Portmann zieht im dritten Lauf allen davon und stellt mit 10,69 Sekunden eine Bestzeit auf.
Um 21.20 Uhr geht Mujinga Kambundji heute Abend als Titelverteidigerin im 200m-Halbfinal an den Start. Um die EM-Medaillen wird sie bei ihrer Rückkehr auf die grosse Bühne nach ihrer Baby-Pause kaum mitlaufen. Die Bernerin ist aber stolz, überhaupt wieder dabei zu sein.
Im SRF-Interview erklärt die 34-Jährige, wie sich ihr Körper verändert hat. «90 bis 95 Prozent meines Körpers sind normal, aber die letzten fünf sind ganz anders. Dort merke ich, dass nicht das zurückkommt, was ich mir gewohnt bin.»

Das sei nicht ganz einfach. «Es ist, wie wenn du aufs Gaspedal drückst und es kommen nicht alle PS raus», so Kambundji.
«Ich muss mehr Aufwand betreiben für weniger Leistung. Darum brauche ich wohl auch mehr Erholungszeit – zudem merke ich, dass ich weniger explosiv bin.»
Ihr Ziel sei es zwar noch immer, das Maximum herauszuholen. «Ich weiss aber, dass mein Maximum in diesem Jahr ein anderes ist.»
Wie schon bei Géraldine Di Tizio-Frey am Auftakttag fehlen auch Hürden-Weltmeisterin Ditaji Kambundji an Tag zwei nur wenige Hundertstel zu einer EM-Medialle. Gegenüber SRF sagt sie danach: «Klar bin ich enttäuscht, hat es nicht ganz nach vorne gereicht.»

Die erste Schweizer Medaille wird an Tag zwei trotzdem zur Tatsache: Simon Ehammer gelingt im Weitsprung ein Satz auf 8,29 Meter – das bringt EM-Silber.
Am dritten Tag wäre eine Schweizer Medialle höchstens im Hürden-Final der Männer möglich. Davor muss sich Jason Joseph seinen Final-Platz aber erstmal im Halbfinal-Lauf verdienen.

Mit Mujinga Kambundji steht ausserdem eine Europameisterin im Einsatz. Die zweifache Titelverteidigerin über 200 Meter läuft um einen Platz im Final. Das wäre bereits ein grosser Erfolg: Nach ihrer Baby-Pause ist die 34-Jährige noch nicht wieder bei 100 Prozent.











