Hertha Berlin: Pal Dardai bleibt weiterhin Cheftrainer

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    Pal Dardai bleibt Coach von Hertha Berlin. Eine erneute Versetzung in die Jugendabteilung bleit ihm erspart. Die Berliner schafften unter ihm den Ligaerhalt.

    Hertha BSC setzt weiter auf Trainer Pal Dardai (r), Sportdirektor Arne Friedrich soll auch bleiben. Foto: Tom Weller/dpa
    Hertha BSC setzt weiter auf Trainer Pal Dardai (r), Sportdirektor Arne Friedrich soll auch bleiben. Foto: Tom Weller/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Pal Dardai darf nach dem Klassenerhalt Trainer bei Hertha bleiben.
    • Der 45-Jährige kehrte im Januar an die Seitenlinie der Berliner zurück.

    Pal Dardai wird Hertha BSC auch in der kommenden Saison als Chefcoach betreuen. Wie der Berliner Fussball-Bundesligist bei seiner digitalen Mitgliederversammlung mitteilte, soll der 45-Jährige seine Arbeit fortsetzen und den Verein endlich Richtung obere Tabellenhälfte und perspektivisch Richtung Europa führen.

    «So wie es aussieht, gehen wir zusammen in die neue Saison. Arbeit und Fleiss werden da sein», sagte Dardai in einer Video-Botschaft.

    Acht Spiele in Serie ohne Niederlage

    Dardai war Ende Januar als Nachfolger des glücklosen Bruno Labbadia zum zweiten Mal nach 2015 vom Jugendcoach zum Cheftrainer befördert worden. In den verbliebenen 16 Saisonspielen schafften die Berliner unter ihrem Bundesliga-Rekord-Akteur am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Insgesamt blieb das Team auch nach einer zweiwöchigen Corona-Quarantäne in insgesamt acht Spielen ungeschlagen.

    Dennoch hatte die Club-Führung nicht sofort nach der Rettung den Verbleib von Dardai als Chefcoach verkündet. Bis zuletzt stand im Raum, dass der Ungar wieder zur Jugendabteilung geschickt wird, für die er als Vereins-Ikone einen unbefristeten Vertrag besitzt. Die Geschäftsführung um Carsten Schmidt und den neuen Sport-Chef Fredi Bobic vertraut nun aber doch auf Dardai, der im Verein hohes Ansehen geniesst.

    Dardai selbst hatte sich in einem mittlerweile legendären ZDF-Interview als Zigarrenraucher total entspannt gezeigt und unter anderem gesagt: «Es ist nicht meine Aufgabe, mich hier anzubieten oder etwas zu machen. Ich mache meinen Job, dann werden wir sehen.» Dem Vernehmen nach hätte sich der ursprüngliche Vertrag als Cheftrainer nur bis 2022 verlängert, wenn Dardai in den 16 Spielen mindestens 24 Punkte geholt hätte. Diese Marke verpasste er um sechs Punkte.

    Kritik am Big-City-Motto

    Die Fortsetzung des Chef-Jobs für Dardai kommt durchaus überraschend. Zumal er in jenem «Sportstudio»-Interview erneut deutlich auf Distanz zur Philosophie von Geldgeber Lars Windhorst gegangen war. «Ich habe hier gespielt, da habe ich nie gehört Big City. Wir sind ein deutscher Verein, in der Hauptstadt, in Berlin, für Berlin, das ist gut», sagte Dardai über die vom Millionen-Investor geprägte Begrifflichkeit Big City Club.

    Genau diese grossen Ziele mit internationaler Ausrichtung soll Dardai nun in die Wege leiten und damit auch das umsetzen, was ihm vom damaligen Manager Michael Preetz 2019 nicht zugetraut worden war. Damals musste Dardai gehen, weil mit seinem Namen Hertha-Mittelmass verbunden wurde, bevor er 19 Monate später als Retter einspringen musste.

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