Gewichtheber-Verband im Streit mit suspendiertem Präsidenten

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Deutschland,

Der Gewichtheber-Weltverband IWF liegt im Streit mit seinem suspendierten Präsidenten Tamas Ajan.

Widersetzt sich seiner Suspendierung als Präsident des IWF: Tamas Ajan. Foto: Igor Kovalenko/epa/dpa
Widersetzt sich seiner Suspendierung als Präsident des IWF: Tamas Ajan. Foto: Igor Kovalenko/epa/dpa - dpa-infocom GmbH

Der 81-jährige Ungar hat Briefe an alle nationalen Verbände mit Einladungen zum IWF-Kongress im März in Bukarest verschickt. Diese sind von ihm als Präsident unterzeichnet. Dies ist ihm aber untersagt, weil er für 90 Tage suspendiert wurde und von der Amerikanerin Ursula Papandrea als Interimspräsidentin vertreten wird.

In dieser Zeit werden Vorwürfe gegen Ajan während seiner 20-jährigen Präsidentschaft untersucht. Es geht um Korruption, Manipulationen im Anti-Dopingkampf, schwarzen Kassen und verschwundenen Einnahmen in Millionenhöhe. Darüber hatte die Anti-Doping-Redaktion der ARD in einer TV-Dokumentation berichtet. Der Ungar bestreitet alle Vorwürfe.

Ajan will sich dem Beschluss der Exekutivkomitees der IWF offenbar widersetzen. «Ich glaube, das ist ein Akt des Trotzes, der der Welt zeigt, dass er weiterhin tun wird, was er will», sagte das russische Exekutivmitglied Maxim Agapitow dem Branchendienst «Inside the Games».

Zudem will sich Ajan in Belange des IWF-Vorstandes einmischen, die nunmehr Papandrea zu verantworten hat. Die Amerikanerin erwiderte: «Ich brauche ihn nicht, um den Vorstand zu konsultieren. Ich kann den Vorstand selbst konsultieren.» Papandrea will am 1. Februar nach Budapest zum Amtssitz Ajans reisen und den Ungarn zur Rede stellen.

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