Die ehemalige Eishockeyspielerin Florence Schelling kandidiert für einen Posten im IOC. Swiss Olympic zeigt sich über die Bewerbung erfreut.
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Swiss Olympic unterstützt die Kandidatur von Florence Schelling für das Internationale Olympische Komitee (IOC) - Keystone-SDA / Swiss Olympics

Das Wichtigste in Kürze

  • Florence Schelling kandidiert für einen Posten im Internationalen Olympischen Komitee.
  • Die vierfache Olympia-Teilnehmerin möchte dort die Interessen von Athleten vertreten.
  • Swiss Olympic steht hinter der Kandidatur der Bronzemedaillengewinnerin von 2014.

Florence Schelling strebt eine neue Herausforderung an. Die 32-jährige Schweizerin kandidiert für die «Athletes' Commission» im Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Das teilt Swiss Olympic am Dienstag via Medienmitteilung mit.

Die aus bis zu 23 Sportlern bestehende «Athletes' Commision» vertritt Athleten innerhalb der olympischen Bewegung. Zudem unterstützt das Gremium die Sportler während und nach ihrer sportlichen Karriere.

Swiss Olympic steht hinter Schelling-Kandidatur

«Es ist sehr wichtig, dass Sportler ihre Wünsche und Bedürfnisse einbringen», kommentiert Chef de Mission Ralph Stöckli. «Wir freuen uns daher sehr, dass Florence Schelling die Stimme der Athleten auf internationaler Ebene vertreten will.»

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Ralph Stöckli, Chef de Mission von Swiss Olympic, freut sich über die Kandidatur von Florence Schelling. - keystone

Die Kandidatur der Ex-SCB-Sportchefin stösst bei Swiss Olympic auf Zuspruch. Die Bronzegewinnerin von 2014 sei immer ein Vorbild gewesen. Dies nicht nur in ihrer Rolle als Athletin, «sondern auch als Botschafterin des Schweizer Sports», so Stöckli.

«Unvergessliche Momente erlebt»

Florence Schelling hegt derweil beste Erinnerungen an Olympia. In ihrer Karriere als Athletin habe sie «unvergessliche Momente» erlebt. «Es wäre eine grosse Ehre und Freude, mich auch in Zukunft für die olympische Bewegung und die Athleten einzusetzen.»

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2014 holen Florence Schelling und Co. an den Olympischen Spielen in Sotschi sensationell die Bronzemedaille.
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Im April 2020 wird Florence Schelling zur Sportchefin des SC Bern ernannt.
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Nach einem Jahr beim SCB trennen sich der Ex-Profi und der Hauptstadtklub wieder. Nun kandidiert Florence Schelling für einen Sitz in der «Athletes' Commission» im Internationalen Olympischen Komitee.

Schelling war von 2006 bis 2018 Torhüterin des Schweizer Eishockeynationalteams. In dieser Zeitspanne nahm die gebürtige Zürcherin an vier olympischen Spielen teil. Den grössten Erfolg feierte sie im Jahr 2014 mit dem Gewinn der Bronzemedaille in Sotschi. Zuletzt amtete sie ein Jahr als Sportchefin des SC Bern.

Schweizer Kandidaturen noch erfolglos

Die Wahl von zwei neuen Mitgliedern der «Athletes' Commission» findet während der Olympischen Spiele in Peking statt. Bisher haben 17 Kandidaten ihre Kandidatur bekannt gegeben, im Gremium neu zu besetzen sind zwei Sitze.

Die bisherigen Schweizer Bewerbungen von Judoka Sergej Aschwanden (2012) und Didier Cuche (2014) blieben ohne Erfolg.

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