Schach

    Garri Kasparow bezeichnet Putin als «verrückten Diktator»

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    Kroatien,

    Ex-Schach-Weltmeister Kasparow äussert gegen Putins Vorgehen starke Kritik. Er bezeichnet den russischen Präsidenten als einen «verrückten Diktator».

    Garri Kasparow
    Schach-Legende Garri Kasparow: «Intelligenz lässt sich nicht am Weg, sondern am Ergebnis erkennen.» - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ex-Schach-Weltmeister Kasparow kritisiert Wladimir Putin für die Invasion der Ukraine.
    • Der Russe nennt Putin einen Diktator und hofft, dass das Regime zusammenbricht.
    • Für Kasparow ist Putin die grösste Gefahr für die Menschheit.

    Wegen des Ukraine-Kriegs gerät Putin in Kritik. Der frühere Schach-Weltmeister Garri Kasparow hat keine schönen Worte übrig. Er spricht bei dem russischen Präsidenten Wladimir Putin von einem «verrückten Diktator».

    «Es ist tragisch für mein Land. Tausende junge Russen sterben für diesen verrückten Diktator. Viele von ihnen wurden unter Putin geboren und sterben unter Putin.» Das sagte der 58-Jährige in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

    Kasparow hofft auf «Kollaps»

    Er hoffe, «dass dieser Krieg zum Kollaps seines Regimes» führe. Es sei das erste Mal «seit dem Ende des Kalten Kriegs, dass fast die ganze Welt zusammenhält. In meinen wildesten Träumen hätte ich eine solche Solidarisierung binnen vier oder fünf Tagen nicht erwartet.»

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    Der ehemalige Schach-Weltmeister Garri Kasparow hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf kritisiert. Hier ein Foto von 2009. - sda - KEYSTONE/AP/STR

    Der Schach-Weltmeister von 1985 bis 2000, ist seit Jahren Putin-Kritiker. «Ich werde ständig gefragt, was passieren muss: Müssen Millionen Demonstranten auf dem Roten Platz stehen? Kommt es zu einem Palastcoup oder schreiten die Oligarchen ein?», so Kasparow.

    Und weiter: «Es ist alles zusammen. Wenn Diktaturen enden, kann man nie vorhersagen, wer den letzten Zug macht.» Weiter sprach er von einem «Kontrollverlust» bei dem russischen Präsidenten.

    Kasparow sieht Putin als grösste Gefahr für die Menschheit

    «Nach 22 Jahren mit einer solchen Machtfülle und niemandem, der einen kritisiert, ist es schwer, bei klarem Verstand zu bleiben. Er sieht alles aus seiner Blase», sagte Kasparow. «Wir wissen, dass er nur sehr wenigen vertraut und nicht ins Internet geht. Wie soll so jemand realistisch bleiben?»

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    Kasparow ist schon lange Teil der russischen Opposition. Hier wird er bei einem Protest 2007 festgenommen. - Keystone

    Es mache etwas mit Putin, «dass er das Leben auf diesem Planeten beenden kann. Die Diktatur eines Mannes in Russland ist bei Weitem die grösste existenzielle Bedrohung der Menschheit.»

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