Professor Tim Meyer, Teamarzt der deutschen Fussball-Nationalmannschaft, hat sich für eine schnelle Öffnung des Sports für Kinder und Jugendliche ausgesprochen.
Tim Meyer ist seit 2001 bei der Auswahl des Deutschen Fussball-Bundes (DFB). Foto: Oliver Dietze/dpa
Tim Meyer ist seit 2001 bei der Auswahl des Deutschen Fussball-Bundes (DFB). Foto: Oliver Dietze/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Zugleich kritisierte der Arzt die bisherigen Regelungen der Länder zum Sport als «sehr sportfern und bürokratisch».

«Der Nutzen, dass Kinder und Jugendliche wieder Sport treiben können, wiegt die minimal gesteigerte Infektionsgefahr wieder auf», sagte der Leiter des Instituts für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes der «Saarbrücker Zeitung». Die Möglichkeit, am Sport teilzunehmen, könne auch die Bereitschaft bei Schülern steigern, sich in der Schule testen zu lassen.

Zugleich kritisierte der Arzt die bisherigen Regelungen der Länder zum Sport als «sehr sportfern und bürokratisch». So könne er in den vorgegebenen Gruppengrössen im Training «die Sportarten und ihre Eigenarten nicht wirklich wiedererkennen, sondern sehe da eher, dass einfach das Dezimalsystem bemüht wurde. Mal fünf Sportler, mal zehn, mal 15, mal 20. Das ist willkürlich und orientiert sich nicht an den Realitäten des Sports», sagte Meyer.

Der Mediziner ist seit 2001 bei der Auswahl des Deutschen Fussball-Bundes (DFB). Er hat sowohl federführend das Hygienekonzept für die Deutsche Fussball-Liga (DFL) entwickelt als auch ein Konzept für den Wiedereinstieg des Amateur-, Kinder- und Jugendsports in der Corona-Pandemie erarbeitet.

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