Mike Tyson

    Coach von Mike Tyson trainierte in Bern mit Boxprofi Alain Chervet

    Peter Pflugshaupt
    Peter Pflugshaupt

    Bern,

    Der Trainer von Mike Tyson trainierte in Bern die Jungs vom Gym Boxing Kings. Profiboxer Alain Chervet erinnert sich.

    Mike Tyson Alain Chervet
    Der Berner Boxer Alain Chervet trainierte mit Kevin Rooney, dem Trainer von Mike Tyson. - Keystone/Insta/zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im November gibt Mike Tyson sein Comeback.
    • Tyson ist der bekannteste Boxer der mit dem Peek-a-boo-Stil boxt.
    • Der Berner Boxer Alain Chervet trainierte mit den Tyson-Coaches Rooney und White.

    Wenn im November Mike Tyson (54) sein Comback gibt, wird sich die Welt des Boxsportes gebannt vor den Bildschirmen versammeln. So auch der Berner Boxprofi und -Trainer Alain Chervet (30).

    «Klar werde ich den Kampf am TV verfolgen», sagt Chervet zu Nau.ch. «Bin gespannt, wie sich Tyson im Alter noch schlägt. Es ist sicher vor allem ein Medienspektakel, doch bei Tyson weiss man nie.»

    Alain Chervet Mike Tyson
    Der Berner Profiboxer Alain Chervet, hier in seinem Gym im Liebefeld, wird den Kampf von Mike Tyson verfolgen.. - Nau

    Doch Chervet ist nicht nur als Box-Fan mit dabei, der Berner hat einen besonderen Bezug zu Tyson. Oder genauer zu dessen Trainern Kevin Rooney und Bill White. Vor Jahren hatte Chervet im Gym «Boxing Kings» im Liebefeld das Privileg mit den beiden zu trainieren.

    Daniel Hartmann, damaliger Trainer und Manager von Yves Studer, Nasi Hani und Alain Chervet, holte Rooney und White nach Bern. Hartmann wollte seinen Schützlingen den Peek-a-boo-Stil vermitteln. Hartmann war der Meinung, dass Hani und Studer prädestiniert waren für diesen Stil.

    Alain Chervet über die Trainings mit dem Tyson-Coach

    Doch auch der etwas jüngere Chervet profitierte von den Trainings. Rooney hatte Tyson 1986 zum ersten WM-Titel geführt. «Er war ein harter und rauher Trainer, sehr ernsthaft und fokussiert. Auch nach 1000 Versuchen sagt dir Rooney, wenn es noch nicht gut genug ist», erzählt Chervet.

    Beim Peek-a-boo-Stil (englisch für «Gugus dada»), wird die Deckung höher vor dem Gesicht gehalten. Die Angriffe erfolgen mit schnellen zusammenhängenden Kombinationen in der Halbdistanz. Dazu gehören auch Pendelbewegungen und der Kopf bleibt nie auf einer Linie, auch nach dem Schlag nicht. So wird der Kopf kein festes Ziel für den Gegner.

    Chervet erinnert sich an die anstrengenden Trainings. «Die Trainings mit Rooney und White waren hart. Rooney war ein Perfektionist, achtete auf jedes Detail. Die Kombinationen werden wiederholt, bis sie stimmen.»

    Mike Tyson boxt im Peek-a-boo-Stil

    Der legendäre Cus D'Amato hat den Peek-a-boo-Stil in seinem Gym In Catskill entwickelt. Er eignet sich speziell auch für Boxer. die nicht eine so grosse Reichweite haben. Der bekannteste Peek-a-boo-Boxer ist Mike Tyson.

    Mike Tyson bereitet sich derzeit auf den grossen Comeback-Kampf gegen Roy Jones jr. im November vor. In den sozialen Medien präsentiert er sich als GOAT (Greatest Of All Time).

    Mike Tyson
    Mike Tyson inszeniert sich als den Grössten aller Zeiten. - Screenshot Instagram (@miketyson)

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