CAS hebt Mutko-Sperre auf - IOC bleibt gelassen

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Deutschland,

Der Internationale Sportgerichtshof hebt die lebenslange Olympia-Sperre gegen Witali Mutko auf. Das Internationale Olympische Komitee nimmt das Urteil gelassen zur Kenntnis.

Nicht mehr lebenslang gesperrt: Witali Mutko. Foto: Sergei Chirikov/EPA
Nicht mehr lebenslang gesperrt: Witali Mutko. Foto: Sergei Chirikov/EPA - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die lebenslange Olympia-Sperre gegen Witali Leontjewitsch Mutko wurde aufgehoben.
  • Mutko sei «zufrieden» mit dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS.

Der Internationale Sportgerichtshof hebt die lebenslange Olympia-Sperre gegen Witali Leontjewitsch Mutko auf. Der Internationale Sportgerichtshof CAS erklärte die 2017 verhängte Sanktion gegen den früheren russischen Sportminister für ungültig. Hoffnungen, 2020 in Tokio oder 2022 in Peking wieder auf der Tribüne sitzen zu können, gibt es kaum.

Der CAS urteilte im Grundsatz, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) den heutigen Vize-Regierungschef nicht hätte sperren dürfen. Denn: Er hatte an den später von dem Skandal erschütterten Heim-Winterspielen 2014 in Sotschi nicht teilgenommen. Dem IOC fehlte schlicht die Entscheidungsgewalt.

Witali Leontjewitsch Mutko «zufrieden» mit dem Urteil

Mutko zeigte sich laut dem Nachrichtenportal R-Sport zwar «zufrieden». Das Urteil bedeutet aber keinen Freispruch von den schwerwiegenden Vorwürfen. Diese bestreitet der Politiker bis heute vehement.

Das IOC sieht Witali Leontjewitsch Mutko als eine, wenn nicht als die zentrale Figur des Skandals an: Er trage Mitschuld, dass Russland nur mit einer Rumpfmannschaft zu den Sommerspielen 2016 nach Rio de Janeiro reisen durfte. Auch bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang mussten sie ohne Flagge und Hymne antreten.

Der CAS habe nur die «formale» Frage beantwortet, ob das IOC Menschen ausserhalb der olympischen Bewegung sanktionieren dürfe. Dies teilte der Olympia-Dachverband mit.

Gleichzeitig verdeutliche die Entscheidung aber, dass das IOC in Bezug auf künftige Olympische Spiele die Entscheidungshoheit behalte. Selbst wenn Mutko die Absicht hätte, dürfte ein Besuch der kommenden Ausgaben des Grossereignisses deshalb schwierig werden.

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