Twitter profitiert beim Umsatz von Fussball WM

    Keystone-SDA
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    USA,

    Twitter setzte dank der diesjährigen Fussball-Weltmeisterschaft überraschend mehr um. Trotzdem brach der Aktienkurs am heutigen Freitag um satte 16 Prozent ein.

    Gesunkene Nutzerzahlen beim Nachrichtendienst Twitter sorgten bei Anlegern für Enttäuschung.
    Gesunkene Nutzerzahlen beim Nachrichtendienst Twitter sorgten bei Anlegern für Enttäuschung. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Twitter machte dank der diesjährigen Fussball-WM mehr Umsatz.
    • Wegen der gesunkenen Nutzerzahl reagierten Anleger jedoch äusserst enttäuscht.
    • In der Folge brach der Aktienkurs am Freitag stark ein.

    Twitter hat auch dank der Fussball-Weltmeisterschaft seinen Umsatz überraschend stark gesteigert. Aber eine gesunkene Nutzerzahl setzte die Aktie des Kurznachrichtendienstes am Freitag vorbörslich kräftig unter Druck. Sie brach 16 Prozent ein.

    Wie Twitter mitteilte, schoss der Umsatz im abgelaufenen Quartal um 24 Prozent in die Höhe auf 711 Millionen Dollar (rund 707 Millionen Franken). Er übertraf die Analystenerwartungen, die bei 696 Millionen Dollar (rund 692 Millionen Franken) lagen. Der Kurznachrichtendienst profitierte nach eigener Auskunft von der WM in Russland. In den letzten beiden Wochen des Quartals habe Twitter im Zusammenhang mit dem Turnier 30 Millionen Dollar (rund 29,8 Millionen Franken) an Werbeerlösen eingespielt.

    Eine Million weniger Nutzer

    Dem Konzern gelang es, das dritte Vierteljahr in Folge rote Zahlen zu vermeiden. Er erzielte mit 100 Millionen Dollar (rund 99 Millionen Franken) den höchsten Gewinn seiner noch kurzen Geschichte, wozu ein vorteilhafter Steuereffekt allein 42 Millionen (rund 41,8 Millionen Franken) beitrug. Allerdings sank die monatliche Nutzerzahl im vergangenen Quartal um eine Million auf 335 Millionen. Fachleute hatten dagegen einen Zuwachs von einer Million vorausgesagt.

    Twitter führte den Rückgang auch darauf zurück, dass zuletzt vermehrt Nutzerkonten gelöscht und gesperrt wurden. Das Unternehmen steht wie der grössere Rivale Facebook in vielen Ländern unter Druck, stärker gegen Hassbotschaften und Falschmeldungen vorzugehen.

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