Wisent-Verein hält an Projekt im Kanton Solothurn fest

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Thal-Gäu,

Die im Solothurner Jura angesiedelten Wisente sollen ab 2027 halbwegs frei leben. Damit hält der Verein Wisent Thal an seinen Plänen, die in den vergangenen Wochen durchkreuzt wurden, fest.

Die Wisente im Solothurner Jura sollen ab 2027 in die Halbfreiheit entlassen werden. (Archivbild)
Die Wisente im Solothurner Jura sollen ab 2027 in die Halbfreiheit entlassen werden. (Archivbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Denn seit Anfang Mai hatten sowohl die Bürgergemeinde Welschenrohr wie auch die Gemeinde Herbetswil, beide im Solothurner Bezirk Thal, entschieden, dem Projekt kein Land zu geben. Zu viele Fragen seien offen, schrieb die Solothurner Zeitung.

Und genau dieses Land bräuchte der Verein, um die Wisente in die sogenannte Halbfreiheit entlassen zu können. Darin sollen die Tiere mehr Land zur Verfügung haben und so an die Auswilderung herangeführt werden. Das Land wäre nicht mehr komplett eingezäunt.

Ursprünglich wollte der Verein den Tieren ein Gebiet mit 12 Quadratkilometer zur Verfügung stellen. Mit den beiden Absagen wird sich das Gebiet nun auf 6,4 Quadratkilometer reduzieren. Denn die beiden Landeigentümer der bisherigen Projektphase – die Bürgergemeinde Solothurn und ein privater Landwirt – werden dem Projekt auch in der nächsten Phase einen Teil ihres Lands abgeben.

Der Verein bedauere und respektiere die Absagen der Gemeinden, schreibt er in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. Das Vorhaben selbst sieht der Verein jedoch nicht beeinträchtigt. Das Wohlwollen und das Interesse gegenüber den Tieren und dem Vorhaben in der Bevölkerung sei «verbreitet vorhanden». Dies habe die Bevölkerungsumfrage sowie Gespräche an der Gewerbeausstellung von Anfang Mai gezeigt.

Gleichzeitig nehme der Verein Fragen und Vorbehalte, die zur Ablehnung führten, ernst und wolle den Dialog mit der Bevölkerung künftig verstärkt weiterführen. Der Verein plane, das Gesuch für die nächste Projektphase im Laufe des Sommers bei der zuständigen Behörde einzureichen.

Ziel des Projekts ist es, mit einer Wisent-Testherde zu untersuchen, ob der im Mittelalter hierzulande ausgerottete Wisent heute als Wildtier im Jura tragbar ist. Der Versuch in einem rund 100 Hektaren grossen Gehege dauert von 2022 bis 2027.

Es ist für die Dauer des Versuchs eingezäunt. Es wird während der Projektzeit weiterhin land- und forstwirtschaftlich genutzt und der Zugang für die Öffentlichkeit ist nach wie vor möglich.

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