BKW-Aktionäre erhalten trotz Gewinneinbruch höhere Dividende

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Bern,

Die BKW hat im vergangenen Jahr massiv weniger verdient. Nach der Gewinnwarnung im Januar wegen einer ausserordentlichen Wertberichtigung auf ein Kraftwerk hatte sich das bereits abgezeichnet. Die Dividende wird dennoch erhöht.

BKW macht wegen Abschreiber auf Kohlekraftwerk in Deutschland weniger Gewinn (Symbolbild)
BKW macht wegen Abschreiber auf Kohlekraftwerk in Deutschland weniger Gewinn (Symbolbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Unter dem Strich blieb beim Berner Energiekonzern 2025 lediglich noch ein Reingewinn von 388 Millionen Franken (-40%), wie aus einer Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Die Aktionäre erhalten dennoch eine um 10 Rappen höhere Dividende in der Höhe von 3,80 Franken je Aktie.

Finanzchef Martin Zwyssig hatte bereits im Januar betont, dass die Dividende unberührt von der Wertberichtigung sei. Üblicherweise strebt die BKW eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50 Prozent des Gewinns an, und eine Reduktion der Dividende ist in der Tendenz nicht vorgesehen.

Die Gesamtleistung nahm im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent auf 4,5 Milliarden Franken ab, wie es am Mittwoch weiter heisst. Gleichzeitig fiel der operative Gewinn (EBIT) um 29 Prozent auf 561 Millionen.

Im Januar hatte die BKW einen EBIT in der Grössenordnung von 540 bis 560 Millionen Franken in Aussicht gestellt – nach einer Wertberichtigung auf die Beteiligung am Kohlekraftwerk Wilhelmshaven in Deutschland, die wie nun bekannt bei 114 Millionen Franken lag. Das operative Ergebnis ohne diese Wertkorrektur belief sich auf 675 Millionen (-14,6%).

Im Geschäftsfeld «Energy Solutions» drückte eine wetterbedingt tiefere Stromproduktion aus Wasser- und Windkraft auf das Ergebnis. Zudem lag das Handelsergebnis wie vom Unternehmen erwartet unter dem Vorjahr – wegen einer weiteren Normalisierung der Energiemärkte, die unter anderem eine sinkende Volatilität bei den Terminmarktpreisen zur Folge hatte. Am kurzfristigen Spotmarkt sei die Volatilität dagegen hoch geblieben, zudem habe die Nachfrage nach flexiblen und kundenspezifischen Energielösungen weiter zugenommen, so die BKW.

Im Bereich «Infrastructure & Buildings» konnte die Gesellschaft indes die Rentabilität weiter steigern. Der EBIT nahm um 41 Prozent auf 80 Millionen Franken zu, bei einem stabilen Umsatz von 2,0 Milliarden. Die BKW habe als grösste Anbieterin von Architektur- und Ingenieurleistungen im DACH-Raum weitere Grossvorhaben gewonnen: unter anderem in Deutschland das Stadion-Konzept der Region Rhein-Ruhr für die Olympia-Bewerbung und der erste Preis beim kooperativen Werkstattverfahren zum Seidensticker-Areal in Bielefeld.

Die Berner hatten in den vergangenen Jahren stark zugekauft – vor allem im Bereich Energiedienstleistungen. Insgesamt besteht die Gruppe mittlerweile aus über 12'000 Mitarbeitenden in 140 Unternehmen in der Schweiz und ganz Europa.

Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem EBIT zwischen 650 und 750 Millionen Franken. So wirkten sich die höheren abgesicherten Strompreise positiv auf die Erträge aus.

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Ein wenig bei den Ausgaben sparen wäre angebracht. Trotz einem großen Anteil von Wasserenergie zählt der Kanton Bern zu den teuersten Kantonen in Sachen Energi. Der Abbau von Mühleberg kostet die BKW viel Geld. Da sie es während des Betrieb nicht angespart haben um so billiger zu konkurrieren, holt sie die Geschichte nun ein. Grundbedürfnisse, wie Energieversorgung und Ernährung gehören schon längst aus dem freien Markt genommen und die Verantwortung für Wohnraum auch. Unsere Gesellschaft hat in der Vergangenheit komplett versagt.

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