Thuner Stimmvolk für Wohnbau-Grossprojekt in der Bostudenzelg

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Die Thuner haben die Überbauungsordnung Bostudenzelg/Bläuerstrasse gutgeheissen und machen den Weg frei für ein neues Wohnquartier.

    Abstimmung
    Das Stimmvolk von Thun hat einem Wohnbau-Grossprojekt in der Bostudenzelg zugestimmt. - Keystone

    Im Thuner Neufeldquartier soll ein neues Wohnquartier mit öffentlichem Park entstehen. Die Stimmberechtigten haben die Überbauungsordnung Bostudenzelg/Bläuerstrasse gutgeheissen. 7940 Stimmberechtigte legten ein Ja in die Urne, 4701 ein Nein.

    Die Stimmbeteiligung lag bei 42 Prozent, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Zur Abstimmung kam es, weil gegen den Stadtratsbeschluss das Referendum ergriffen worden war.

    Das Areal in der Bostudenzelg gehört etwa zu gleichen Teilen der Stadt Thun und privaten Eigentümern. Entstehen sollen rund 600 neue Wohnungen.

    Gemeinnütziger und preisgünstiger Wohnraum geplant

    Rund die Hälfte soll durch die Stadt mit gemeinnützigen Wohnbauträgerschaften als gemeinnütziger und preisgünstiger Wohnraum realisiert werden. Hinzu kommen Miet- und Eigentumswohnungen.

    Die Stadt möchte mit dem Grossprojekt der Wohnungsknappheit entgegenwirken. Unterstützt wurde das Grossprojekt von SVP, FDP, GLP, SP, Grünen, EVP, EDU und der Mitte sowie dem Mieterinnen- und Mieterverband,

    dem Gewerbeverein und 14 Thuner Wohnbaugenossenschaften.

    Referendumskomitee: Projekt ist überdimensioniert

    Das Referendumskomitee bestritt nicht die Notwendigkeit von bezahlbarem Wohnraum. Doch das Projekt sei überdimensioniert. In Thun seien mehrere Grossüberbauungen geplant.

    Bevor in der Bostudenzelg ebenfalls gebaut werde, müsse die Infrastruktur angepasst werden. Schon heute seien Schulen, öffentlicher Verkehr, Strassen und Erholungsräume überlastet.

    Es fehle an Hausärzten und der Spitalnotfall sei oft an der Kapazitätsgrenze. Und schliesslich sei auch der geplante Park, umgeben von hohen Häusern, unattraktiv.

    Sanierung und Erweiterung Oberstufenschule genehmigt

    Ja sagten die Stimmberechtigten auch zur Sanierung und Erweiterung der Oberstufenschule Strättligen. Sie genehmigten den Kredit von gut 18 Millionen Franken mit 10'643 zu 2145 Stimmen.

    Kommentare

    User #3346 (nicht angemeldet)

    Alles wird zu Betoniert,..... "Schande"

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