Thun stellt Weichen für Entwicklung von drei Schlüsselgebieten
Die Stadt Thun treibt die Entwicklung von drei Schlüsselgebieten voran: Bahnhof, Thun Nord und Thun West. Die Planungen sind weit fortgeschritten, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Nun stehen erste Umsetzungen bevor.

Hintergrund ist der demografische Wandel. Gemäss Szenarien des Kantons Bern wird bis 2055 rund ein Drittel der Bevölkerung in Thun über 65 Jahre alt sein. Gleichzeitig sinkt der Geburtenüberschuss. Die Zahl der Erwerbstätigen nimmt ab, während die Kosten für Infrastruktur bestehen bleiben.
Die Stadt setzt deshalb auf gezielte Verdichtung und neue Arbeitsplätze. Am Bahnhof ist ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnungen, Büros und Dienstleistungen geplant. Die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr soll besser genutzt werden.
In Thun Nord entsteht ein Schwerpunkt für Forschung und Gewerbe. Vorgesehen sind unter anderem ein neuer Standort der Empa sowie eine zusätzliche S-Bahn-Haltestelle. Entlang der Uttigenstrasse sind Wohnungen und publikumsorientierte Nutzungen geplant.
Thun West soll vor allem Wohnraum bieten. Im Siegenthalergut sind neue Wohnungen und Grünflächen vorgesehen. Ergänzt wird das Gebiet durch Sportanlagen, darunter der geplante Campus des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV).
Das Stadtquartier Bahnhof, Thun Nord und Thun West stellten «eine historische Chance für Thun» dar, sagte Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) gemäss Communiqué vor den Medien. Die Umsetzung erfolgt etappenweise und wird durch öffentliche und private Investitionen finanziert.
Lanz sagte, die Projekte seien weit fortgeschritten und die Partner bereit zu investieren. «Die Rahmenbedingungen sind günstig.»






