Stettfurt TG gibt täglich 6000 Liter Trinkwasser an Bevölkerung ab
Die Gemeinde Stettfurt hat aufgrund der Trinkwasserverschmutzung bisher täglich rund 6000 Liter Trinkwasser in Flaschen an die Bevölkerung abgegeben. Die Ursache der Verschmutzung durch Fäkalbakterien ist weiterhin unbekannt. Zeitweise war ein Drittel der Schulkinder krank gemeldet.

Grossverteiler liefern derzeit täglich Paletten mit 1,5-Literflaschen Trinkwasser nach Stettfurt TG. Das erklärte Gemeindepräsident Markus Bürgi (FDP) der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Diese werden gratis an die Bevölkerung verteilt. In der Thurgauer Gemeinde wohnen rund 1280 Personen.
Grund dafür ist eine Verunreinigung des Trinkwassers mit Kolibakterien. Mehrere Einwohnerinnen und Einwohner leiden deswegen an Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Übelkeit. Am Dienstag waren gemäss Bürgi ein Drittel der rund 150 Schülerinnen und Schüler der Gemeinde krank gemeldet. Am Donnerstag seien noch rund 30 Kinder vom Schulunterricht abgemeldet. Betroffen von gesundheitlichen Beschwerden sind auch zahlreiche Erwachsene.
Die Verantwortlichen arbeiten weiter daran, die Trinkwasserleitungen zu spülen und die Herkunft der Bakterien zu klären. Das Leitungswasser kann derzeit in der Dorfzone nur fürs Duschen, die Toilettenspülung, die Geschirrspülmaschine oder die Waschmaschine genutzt werden. Abgekocht könne es jedoch konsumiert werden, so Bürgi weiter.
Liegenschaftenbesitzer, die für Hausspülungen wegen zusätzlicher Geräte wie Enthärtungsanlagen einen Fachmann beauftragen, müssten die entsprechenden Aufwände derzeit selber übernehmen, schrieb die Gemeinde am Donnerstag auf ihrer Website. Der Gemeinderat werde später entscheiden, wie mit diesen Kosten umgegangen werde.
Die Behörden bemerkten die Verunreinigung am Dienstag, nachdem Meldungen über eine Trübung des Wassers eingegangen waren.






