Starke Zunahme von Einbrüchen in Aargauer Garagenbetriebe
Die Zahl der Einbrüche in Garagenbetriebe ist im Kanton Aargau stark gestiegen. Die Täter stehlen gezielt hochwertige Fahrzeuge. Laut Regierungsrat setzt die Polizei verstärkt auf eine internationale Zusammenarbeit und auf eine Taskforce des Bundes.

Ein Hindernis bei der Verbrecherjagd stelle jedoch die fehlende gesetzliche Grundlage für eine automatisierte Fahrzeugfahndung dar. Dies hält der Regierungsrat in der am Freitag veröffentlichten Beantwortung einer Interpellation aus den Reihen von FDP und SVP fest.
Auf Bundesebene würden Bestrebungen laufen, um eine gesetzliche Grundlage für diese Fahndung zu schaffen. Bei der automatisierten Fahrzeugfahndung werden Kontrollschilder gescannt und in Echtzeit mit Fahndungsregistern abgeglichen.
Während die Zahl der Einbrüche in Garagenbetriebe im Aargau zwischen 2021 und 2024 konstant bei knapp unter 40 Einbrüchen pro Jahr lagen, verzeichneten die Behörden im Jahr 2025 einen Anstieg auf 67 Delikte.
Bis Anfang Mai dieses Jahres wurden 43 Fälle registriert, wie aus der Beantwortung hervorgeht. Gleichzeitig hat sich das Vorgehen der Täter verändert: Standen früher eher Tresore im Fokus, so beschaffen sich die Einbrecher heute gezielt Fahrzeugschlüssel, um hochpreisige Autos zu entwenden.
Um bei ihrer Flucht ins Ausland nicht aufzufallen, stehlen die Täter im Vorfeld Kontrollschilder und montieren diese an die Beutefahrzeuge. Der finanzielle Gesamtschaden lässt sich laut Regierungsrat wegen des grossen Auswertungsaufwands nicht beziffern.
Um dem Phänomen Herr zu werden, setzen die Behörden auf überkantonale Zusammenarbeit. Unter der Leitung des Bundesamts für Polizei (fedpol) wurde kürzlich eine Taskforce ins Leben gerufen, die aus Ermittlern der Kantone und der Bundeskriminalpolizei besteht.
Auch die Kantonspolizei Aargau macht mit und hat eine Fachperson in diese Taskforce entsandt. Ziel ist es, die internationalen Ermittlungen gegen die Drahtzieher im Hintergrund voranzutreiben. Die direkte internationale Zusammenarbeit der Behörden, insbesondere mit Frankreich, funktioniert gemäss Regierungsrat über etablierte Wege bereits gut.






