Stadtzürcher Parlament fordert rasche Hitzeminderung an Schulen
Mit mehr Bäumen und entsiegelten Pausenplätzen soll die Hitze in Schulhäusern rasch gemindert werden. Das beschlossen die Mitglieder des Stadtzürcher Gemeinderats am Mittwoch. Dazu soll die Stadt Zürich Geld zur Verfügung stellen.

In der Stadt Zürich wird es spürbar heisser. Das stellt auch die Schulen vor eine Herausforderung. Drei Gemeinderäte der Grünen reichten deshalb eine Motion ein, die den Zürcher Stadtrat zum Handeln auffordert: Es sollen schnellstmöglich Kredite für Hitzeminderungs-Massnahmen an Schulgebäuden bereitgestellt werden. Am Mittwoch überwies der Gemeinderat die Motion an den Stadtrat.
In manchen Klassenzimmern würden trotz Lüftens bereits morgens über 30 Grad gemessen. Das beeinträchtige nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Lernen, legte Selina Walgis von den Grünen das Problem dar.
Es bestehe dringender Handlungsbedarf, wie zum Beispiel das Pflanzen von Bäumen, die Begrünung von Fassaden sowie die Entsiegelung von Pausenplätzen. Ziel sei es, dass die Kinder und Jugendlichen auch bei steigenden Temperaturen in einer lernförderlichen Umgebung unterrichtet werden können.
Viele Schulen stammten aus den 1970er Jahren, machte Roland Hohmann von den Grünen geltend. Diese seien baulich nicht auf die zunehmenden Hitzetage ausgerichtet.
Auch Markus Merki von der GLP sieht das Problem in den alten Schulhäusern. Eine Beschleunigung der hitzemindernden Massnahmen sei daher sinnvoll.
«Das Schulpersonal arbeite unter Bedingungen, die in vielen Büros nicht mehr akzeptiert werden», sagte Nina Eggenschwiler von der SP. Sie begrüsste, dass sich die Motion auf Massnahmen konzentriere, die rasch und wirksam umsetzbar seien.
«Es ist unfair, wenn wir von den Kindern Leistungsfähigkeit erwarten, sie diese aber nicht erbringen können, weil es in den Schulhäusern zu heiss ist», sagte Sophie Blaser von der AL.
SVP und FDP lehnten die Motion ab. Die Stadt sei bereits daran, hitzemindernde Massnahmen umzusetzen, doch das brauche Zeit, sagte Sabine Koch von der FDP. Es sei nicht so dramatisch wie dargelegt, sagte Jean-Marc Jung von der SVP. Schliesslich kämen auch Schüler aus Griechenland und Spanien mit der Hitze zurecht.










