Stadtrat soll Mittel für Thun als Kulturhauptstadt sprechen
Die Stadt Thun möchte 2030 Kulturhauptstadt der Schweiz werden. Der Gemeinderat hat dem Stadtparlament dafür einen Verpflichtungskredit von 1,95 Millionen Franken beantragt. Der Stadtrat entscheidet im Februar darüber.

Als Kulturhauptstadt möchte Thun ein Jahr lang die künstlerische und kulturelle Vielfalt von Stadt und Region in den Fokus rücken, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.
Unter dem Motto «Stadt – Land – Fluss» soll das Vorhaben lokal verankert sein und zugleich nationale bis internationale Strahlkraft entfalten. Traditionelles soll ebenso Platz finden Innovatives und Experimentelles.
Die drei Begriffe des Leitsatzes spiegeln laut Gemeinderat zentrale Merkmale der Stadt wider: ihre urbane Kultur, die Aare als verbindendes Element und die enge Beziehung zum ländlichen Umland.
Aktuell rechnet der Gemeinderat mit einem Gesamtbudget von 7,1 Millionen Franken für das Projekt. Bei den beantragten 1,95 Millionen Franken handelt es sich um einen Maximalbetrag. Weitere Mittel sollen unter anderem Bund und Kanton Bern sowie Sponsoren und Stiftungen beitragen. Als Trägerschaft des Anlasses soll ein Verein eingesetzt werden.
Der Titel Kulturhauptstadt Schweiz wird künftig im Dreijahresrhythmus verliehen. Erste Trägerin des Titels wird im Jahr 2027 La Chaux-de-Fonds. Neben Thun bewerben sich auch noch Aarau, Bellinzona und Lugano um den Titel im Jahr 2030.
Eine Expertenjury wird die vier Städte im Verlauf des Monats März besuchen und sich vor Ort ein Bild machen. Das Projekt Kulturhauptstadt Schweiz ist Teil der vom eidgenössischen Parlament verabschiedeten Kulturbotschaft 2025-2028 und wird vom Bundesamt für Kultur unterstützt.






