Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Entführer von Päffikon ZH
Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 64-jährigen Schweizer erhoben. Der Beschuldigte soll versucht haben, einen Gemeindemitarbeiter von Päffikon unter Einsatz von Waffengewalt zu entführen sowie Vorkehrungen zu dessen Tötung getroffen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten Freiheitsberaubung und Entführung, Vergehen gegen das Waffengesetz, strafbare Vorbereitungshandlungen zu Mord und weitere Delikte vor, wie sie am Dienstag mitteilte. Sie beantragt dem Bezirkgsgericht Päffikon für den teilweise geständigen Mann eine mehrjährige unbedingte Freiheitsstrafe.
Anfang März 2025 hatte eine vorerst unbekannte Person in Pfäffikon einen 27-jährigen Gemeindemitarbeiter unter vorgehaltener Waffe zum Einstieg in ein Auto gezwungen. Der Polizei gelang es einige Tage später, einen tatverdächtigen 64-jährigen Schweizers zu fassen.
Gemäss Anklage geriet der Beschuldigte ab zirka 2020 in Auseinandersetzung mit verschiedenen Ämtern, darunter auch mit dem für seinen Wohnort zuständigen Betreibungsamt. Am 13. Februar 2025 soll er einem Gemeindemitarbeiter nach dessen Feierabend am Arbeitsort abgepasst, ihn unter Vorhaltung einer geladenen Waffe zum Einstieg in ein Auto gezwungen und mit dem Tod gedroht haben.
Dem Opfer gelang nach kurzer Fahrt die Flucht. Laut Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte die Entführung im Voraus geplant und zudem konkrete Vorbereitungen zur Tötung des Opfers getroffen haben.
Im Verlauf der Ermittlungen ergaben sich zudem Hinweise, wonach der Beschuldigte auch hinter zwei anonymen Drohschreiben stehen soll, die 2023 bei seiner Wohngemeinde eingegangen waren, wie aus der Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft hervor geht.






