Staatliche Förderung von Basler Clubs erhöht Sicherheit
Die Clubförderung zeigt Wirkung: Basler Clubs professionalisieren sich und planen sicherer. Doch der wirtschaftliche Druck bleibt eine Herausforderung.

Der Clubbarometer 2026 belegt, dass die Förderangebote den Clubs mehr Planungssicherheit verschaffen, wie das Basler Präsidialdepartement am Freitag mitteilte. Dies habe den Clubs im Jahr 2026 ermöglicht, ihre Strukturen weiter zu professionalisieren. Zudem ergriffen 75 Prozent der Clubs Massnahmen in den Bereichen Prävention und Sicherheit.
Die zum zweiten Mal durchgeführte Erhebung zeigt, dass die verschiedenen Förderangebote von der Szene umfassend genutzt werden, wie es hiess. Im Jahr 2026 bewarben sich 63 Prozent der befragten Clubs und Bars beim Musikbüro Basel für eine Programmförderung.
Eine Infrastrukturförderung bei der Abteilung Kultur Basel-Stadt beantragten 37,5 Prozent der Clubs, wobei die Förderquote 66 Prozent erreichte. Dies stelle eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr dar, als 20 Prozent der Clubs Beiträge für betriebliche Einrichtungen wie Lärmschutz nachfragten.
4 Prozent in der Existenz bedroht
Das breit gefächerte Förderangebot führt laut Befragung zu einer Professionalisierung der Strukturen in der Clubszene. Besonders die Planungssicherheit bei der Programmgestaltung habe sich verbessert. Der Anteil der Organisationen mit hoher oder sehr hoher Planungssicherheit lag bei 67 Prozent, verglichen mit 28 Prozent im Jahr 2025. Auch die Einschätzung zur Personalplanung fiel 2026 positiver aus: 58 Prozent gaben eine hohe Sicherheit an, gegenüber 28 Prozent im Vorjahr.
Gleichzeitig weist der Clubbarometer 2026 auf den anhaltenden wirtschaftlichen Druck hin, unter dem die Basler Clubszene steht. Die Kosten stiegen, während die Umsätze aus Ticketverkäufen und Barkonsumation bei vielen Clubs zurückgingen. 42 Prozent der befragten Clubs können nicht kostendeckend wirtschaften, und 4 Prozent sind gemäss Mitteilung in ihrer Existenz bedroht.
Clubs mit Sitz im Kanton können seit April 2024 Fördergelder beantragen. Der Grosse Rat hatte im Zuge der Umsetzung der Trinkgeld-Initiative Mittel dafür bewilligt.






