St. Galler Oberstufe soll den Übergang zur Lehrstelle erleichtern
Für Jugendliche mit einem bereits unterschriebenen Lehrvertrag soll in der Oberstufe mit Praxistagen ein regelmässiger Kontakt mit dem Lehrbetrieb ermöglicht werden. Damit könnten Motivationsprobleme in der dritten Oberstufenklasse gelöst werden, heisst es in einem Vorstoss der Mitte.

Der Übergang von der obligatorischen Schule in die Berufsbildung sei für viele Jugendliche ein entscheidender Schritt, heisst es im Vorstoss aus den Reihen der Mitte.
Die Praxis zeige aber, «dass im letzten Semester der dritten Oberstufe bei zahlreichen Schülerinnen und Schülern die Motivation spürbar abnimmt». Dies gelte vor allem für diejenigen, die bereits den Vertrag für eine Lehrstelle unterschrieben hätten.
Es stelle sich die Frage, ob der Übergang von der Schule in die Berufswelt im letzten Semester der Oberstufe noch gezielter gestaltet werden könne, schrieben die drei Kantonsparlamentarier Mathias Müller, Franziska Steiner-Kaufmann und Sandro Hess.
Für Jugendliche, die bereits eine Lehrstellen gefunden haben, könnte im letzten Semester der Oberstufe «ein regelmässiger Einblick in den künftigen Lehrbetrieb» ermöglicht werden. Dies trage dazu bei, die Motivation zu erhalten, Verantwortung zu fördern und den Einstieg in die Lehre im August zu erleichtern.
Gleichzeitig erhielten die Lehrpersonen der Oberstufe mehr Zeit für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die noch keine Anschlusslösung gefunden hätten und im Berufswahlprozess intensivere Unterstützung benötigten.
Die Idee sei im Austausch mit Lehrpersonen, Eltern, Lernenden sowie Lehrbetrieben entstanden. Die Regierung soll nun erklären, welche Rahmenbedingungen für eine Umsetzung nötig wären und ob sie entsprechende Pilotprojekte ermöglichen will.






