Sechs Freiburger Gemeinden kritisieren Windkraft-Analyse

Keystone-SDA Regional
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Fribourg,

Die Frage nach möglichen Standorten für Windkraftanlagen im Kanton Freiburg erregt weiterhin die Gemüter. Sechs Gemeinden in einem potenziellen Windenergiegebiet kritisieren eine Analyse, die der Kanton aufgrund von Daten eines Windmessmastes machen liess.

Verschiedene Freiburger Gemeinden machen Wind gegen Windkraftanlagen in ihrer Region. (Symbolbild)
Verschiedene Freiburger Gemeinden machen Wind gegen Windkraftanlagen in ihrer Region. (Symbolbild) - KEYSTONE/APA/APA/HARALD SCHNEIDER

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Region bei Billens-Hennens Potenzial für Windkraftanlagen hat. Ein Windmessmast hatte dort ein Jahr lang Daten gesammelt. Der Freiburger Grosse Rat hatte 2024 den Staatsrat beauftragt, an potenziellen Windenergiestandorten Messungen durchzuführen.

Sechs Gemeinden, nämlich Billens-Hennens, Sâles, Vuisternens-devant-Romont, Belfaux, La Sonnaz und La Verrerie, wehren sich gegen eine allfällige Windkraftanlage in der Region. Die gemessenen Windgeschwindigkeiten seien korrigiert worden, liessen die Gemeinden via ihren Anwalt mitteilen.

In der Studie hätten die Behörden einen Korrekturfaktor von 9,6 Prozent angewendet. Ohne diesen Korrekturfaktor wären die gemessenen Winde zu schwach für eine Anlage.

Von Kantonsseite hiess es, der Korrekturfaktor sei wissenschaftlich anerkannt. Es gehe darum, eine mittlere Windgeschwindigkeit über zehn Jahre zu berechnen. Der Faktor sei nötig, weil es mehr oder weniger windreiche Messjahre gebe. 2025 sei ein eher windarmes Jahr in der Region gewesen.

Die Gemeinden fühlen sich vom Kanton zu wenig einbezogen in das Projekt. Der Bericht der Firma Meteotest sei lediglich ein erster Anhaltspunkt, konterte die Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektion von Staatsrat Olivier Curty (Mitte) in der Zeitung «La Liberté».

Die Einzonung eines Windparks sei eine Gemeindeangelegenheit. Dieses Recht werde nicht beschnitten. Ausserdem sehe die Bundesgesetzgebung vor, dass Gemeinden in die Ausarbeitung von Projekten einbezogen würden.

Der Bericht der Firma Meteotest bestätigte die Annahmen des Kantons Freiburg, die er aufgrund einer Studie im Jahr 2016 traf. Der kantonale Richtplan für Windenergie sorgt in Freiburg seit einigen Jahren für rote Köpfe.

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