Freiburger Pflegepersonal erhält Zuschlag auf Spontaneinsätze
Geld für Spontaneinsätze und zusätzliche mobile Bereitschaftsdienste: Der Kanton Freiburg hat im Rahmen der Pflegeinitiative neue Massnahmen für das Pflegepersonal beschlossen. Seit dem 1. Juli erhalten einspringende Pflegefachkräfte finanzielle oder zeitliche Zuschläge.

Die Arbeitszeit für Einsätze, die weniger als sieben Tage im Voraus angekündigt werden, wird mit einem Zuschlag von 25 Prozent entschädigt, wie die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) am Freitag mitteilte. Von der Massnahme profitieren rund 1250 Vollzeitstellen.
Zudem baute der Kanton die mobilen Pflegebereitschaftsdienste aus. Nach positiven Erfahrungen am Freiburger Spital (HFR) und beim Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit (FNPG) wird ein solches Team ab Juli auch am Interkantonalen Spital der Broye (HIB) eingeführt. Ziel sei es, einen Teil der kurzfristigen Abwesenheiten aufzufangen.
Ebenfalls ab dem 1. Juli wurde eine höhere Lohnklasse für Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit geöffnet. Die Kosten für die Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen belaufen sich laut der GSD auf jährlich 4,32 Millionen Franken.
Auch Projekte im Ausbildungsbereich werden weitergeführt und ausgebaut, wie es weiter hiess. So soll etwa das Integrations- und Ausbildungsprojekt für die Pflege nun auf den deutschsprachigen Kantonsteil ausgeweitet werden.
Diese Massnahmen sind Teil der kantonalen Umsetzung der eidgenössischen Pflegeinitiative, der die Schweizer Stimmbevölkerung im Jahr 2021 zugestimmt hatte.






